Open Source-Wettbewerb 2026: Bayerischer KI-Doppelsieg
von Doris Kirchner

Bayern hat das bundesweite KI-Siegerpodest erobert: Beim Open Source-Wettbewerb 2026 auf der Smart Country Convention belegte der Freistaat die Plätze 1 und 2 in der Kategorie „Künstliche Intelligenz“.
Gold holte das Projekt BaKIM der Stadt Bamberg. Dahinter steckt eine ebenso einfache wie innovative Idee: Mithilfe von Drohnenaufnahmen und Künstlicher Intelligenz werden Bäume erfasst, ihre Arten bestimmt und ihr Gesundheitszustand analysiert. So können Kommunen schneller auf Schäden durch Hitze, Trockenheit oder Stürme reagieren und ihre grünen Lungen gezielter schützen.
Entstanden ist BaKIM im Förderprogramm „Kommunal? Digital!“ des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales. Inzwischen wird das Projekt von der Stadt Bamberg eigenständig weitergeführt und steht als Open-Source-Lösung auch anderen Kommunen zur Verfügung. Über eine kostenlose Web-Anwendung können Städte und Gemeinden ihre eigenen Daten mit der entwickelten KI auswerten lassen, ein bislang deutschlandweit einmaliges Angebot.
Silber ging an die bayerische Digitalagentur byte mit ihrem Code Inspector. Die innovative KI-Lösung nimmt Software unter die digitale Lupe: Sie überprüft Programmcode auf wichtige Qualitäts- und Sicherheitsstandards, identifiziert Schwachstellen und zeigt Verbesserungsmöglichkeiten auf. Das macht die öffentliche Verwaltung unabhängiger von externen Dienstleistern und stärkt ihre Fähigkeit, digitale Lösungen selbst zu bewerten und langfristig sicher zu betreiben.
Auch der Code Inspector steht als Open Source zur Verfügung und kann von anderen Behörden kostenlos nachgenutzt werden. Damit wird aus einer bayerischen Innovation ein Werkzeug für die digitale Verwaltung in ganz Deutschland.
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