Vorlage der Geschäftszahlen 2025: Sparkasse Schwaben-Bodensee bleibt auf Wachstumskurs
von Doris Kirchner

Die Sparkasse Schwaben-Bodensee blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einer Bilanzsumme von 12,3 Milliarden Euro konnte sie das Vorjahresniveau steigern und bleibt damit das größte selbstständige Kreditinstitut der Region sowie die viertgrößte Sparkasse Bayerns.
Das Geschäftsgebiet reicht von Lindau über Memmingen, Mindelheim, Günzburg und Krumbach bis nach Augsburg und Schwabmünchen. Vorstandsvorsitzender Daniel Gastl sieht die Sparkasse trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen stabil aufgestellt. Nach zwei Jahren Rezession sei die deutsche Wirtschaft zwar leicht gewachsen, hohe Belastungen durch internationalen Wettbewerbsdruck und strukturelle Probleme in der Industrie blieben jedoch bestehen.
Belebtes Kreditgeschäft
Im Kreditgeschäft zeigte sich vor allem der Wohnungsbau deutlich belebt. Die Darlehenszusagen für Wohnbaufinanzierungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 29,5 Prozent. Auch Kredite an Privatpersonen entwickelten sich mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent positiv. Gleichzeitig blieb die Nachfrage nach Immobilien hoch. Die Makler der Sparkasse vermittelten 2025 mehr als 340 Immobilien mit einem Gesamtwert von 127 Millionen Euro (2024: 119 Millionen Euro).
Vorstandsmitglied Andreas Steinbacher unterstrich die Bedeutung frühzeitiger finanzieller Vorsorge für den Erwerb von Wohneigentum. Besonders Bausparverträge böten langfristige Planungssicherheit. Die vermittelte Bausparsumme lag im vergangenen Jahr bei 146,5 Millionen Euro.
Zunahme bei Kundeneinlagen
Weiterhin auf Wachstumskurs befinden sich die Kundeneinlagen. Diese nahmen um 5,2 Prozent auf insgesamt 9,5 Milliarden Euro zu. Für Vorstandsvorsitzenden Daniel Gastl ist dies ein klares Zeichen des Vertrauens der Kundinnen und Kunden.
Die Sparkasse setzt dabei verstärkt auf persönliche Beratung in Kombination mit digitalen Angeboten. Unter der Kampagne „Liebe deine nächste Anlage: Don’t just trade. Trust“ wolle man bewusst einen Gegenpol zu anonymen Online-Plattformen schaffen. Gastl betonte, dass die Kundinnen und Kunden Wert auf persönliche Ansprechpartner legten – auch im digitalen Umfeld.
Auch die Vermögensverwaltung entwickelte sich positiv. Dort verzeichnete die Sparkasse einen Mittelzufluss von über 92 Millionen Euro. Insgesamt verwaltet das Institut inzwischen ein Vermögen von mehr als 500 Millionen Euro.
Individuelle Lösungen über alle Lebensphasen hinweg
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Bernd Fischer erklärte, die Sparkasse wolle ihre Kundinnen und Kunden mit individuellen Lösungen über alle Lebensphasen hinweg begleiten. Dabei spiele die Verbindung von persönlicher Beratung und modernen digitalen Angeboten eine zentrale Rolle.
Auch für das Jahr 2026 setzt die Sparkasse auf Kundennähe, Regionalität und Zukunftsfähigkeit. Mehr als 600 Beraterinnen und Berater arbeiten derzeit in den Bereichen Service, Privatkundenberatung, Private Banking, Unternehmenskundenbetreuung, Wertpapiergeschäft und medialem Vertrieb.
Nach Angaben des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Zettl steht die individuelle und professionelle Beratung weiterhin im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Gleichzeitig investieren die Verantwortlichen konsequent in digitale Angebote und moderne Infrastruktur.
Investitionen in moderne Infrastruktur
Rund 77 Prozent der Kunden nutzen inzwischen die Möglichkeiten des Online-Bankings. Dennoch bevorzugt knapp ein Viertel weiterhin den persönlichen Service in den Filialen. Die Sparkasse betreibt derzeit 69 personenbesetzte Geschäftsstellen sowie 27 Selbstbedienungsfilialen mit insgesamt 170 Geldautomaten.
Im vergangenen Jahr investierte das Institut unter anderem in den Ausbau und die Modernisierung mehrerer Standorte. So entstand am Martin-Luther-Platz in Augsburg ein neues Kundencenter mit einer eigenen „Kundenerlebniswelt“. Auch die Filialen in Wasserburg und Weiler wurden umfassend modernisiert.
Parallel dazu baut die Sparkasse ihre digitalen Dienstleistungen weiter aus. Rund 286.000 Kundinnen und Kunden verfügen über ein Giro- oder Jugendgirokonto. Die Internetfiliale verzeichnet nach Angaben des Unternehmens jährlich mehr als zwölf Millionen Besuche. Die Sparkassen-App, die mehrfach ausgezeichnet wurde, zählte im vergangenen Jahr rund 1,5 Millionen aktive Nutzer.
Engagement in der Region
Neben dem Bankgeschäft engagiert sich die Sparkasse weiterhin stark in der Region. Insgesamt unterstützte das Institut Vereine und Organisationen mit knapp 1,1 Millionen Euro an Spenden und Sponsoringleistungen. Gefördert wurden insbesondere die Bereiche Kultur, Sport, Soziales und Bildung.
Auch finanzielle Bildung bleibt ein wichtiges Thema. Beim Planspiel Börse beteiligten sich im vergangenen Jahr 688 Teams aus 36 Schulen. Darüber hinaus organisiert die Sparkasse regelmäßig Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche.
Vorstandsvorsitzender Daniel Gastl blickt optimistisch in die Zukunft. Die Sparkasse wolle auch weiterhin moderne Finanzdienstleistungen mit regionaler Verbundenheit und persönlicher Beratung verbinden.