LfA fährt Förderung deutlich hoch: Neue Impulse für Kommunen bei Infrastruktur und Energiewende
von Constanze von Hassel

Die LfA Förderbank Bayern hat ihr Fördergeschäft im Jahr 2025 massiv ausgeweitet und setzt ihren Wachstumskurs fort. Für Bayerns Städte und Gemeinden besonders relevant: Neben der klassischen Mittelstandsförderung gewinnt die Unterstützung kommunaler Infrastruktur- und Energieprojekte spürbar an Bedeutung.
Wie die Förderbank bei ihrer Bilanz-Pressekonferenz in München mitteilte, stieg die Gesamtförderleistung im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf 2,67 Milliarden Euro. Treiber dieser Entwicklung sind deutlich ausgeweitete Förderprogramme, höhere Darlehenshöchstbeträge sowie stärkere Risikoentlastungen.
Im Kerngeschäft mit Programmkrediten für Mittelstand und Kommunen sagte die LfA über 2,16 Milliarden Euro zu. Zusammen mit Konsortial- und Globaldarlehen summierten sich die Darlehenszusagen auf rund 2,53 Milliarden Euro. Hinzu kamen Risikoübernahmen in Höhe von 138 Millionen Euro.
Kommunale Infrastruktur rückt stärker in den Fokus
Auch die kommunale Ebene profitiert von dieser Entwicklung: Rund 85 bayerische Kommunen konnten 2025 mithilfe von LfA-Förderkrediten Investitionen in die kommunale Infrastruktur in Höhe von fast 190 Millionen Euro realisieren. Gefördert wurden insbesondere Vorhaben im Bereich Energie, Wärmeversorgung und grundlegende Infrastruktur.
Insgesamt löste die LfA mit ihren Finanzierungen Investitionen von rund drei Milliarden Euro aus. Etwa 4.000 Unternehmen, Städte und Gemeinden wurden unterstützt, mehr als 142.000 Arbeitsplätze gesichert und über 5.100 neue geschaffen.
Vor dem Hintergrund der anstehenden kommunalen Wärmeplanung und steigender Anforderungen an die Energieinfrastruktur gewinnt die Rolle der Förderbank weiter an Gewicht. Neue Programme, etwa für Wärmenetze oder Projekte im Bereich erneuerbare Energien, sollen gezielt Investitionen vor Ort ermöglichen, auch wenn die konkrete Nachfrage aufgrund notwendiger Planungsprozesse zeitverzögert anlaufen dürfte.
Starker Anstieg bei Transformation und Energieprojekten
Ein zentraler Wachstumstreiber ist die Förderung der wirtschaftlichen Transformation. Im Bereich Innovation, Digitalisierung sowie Energie- und Klimaschutz verdreifachten sich die Darlehenszusagen auf rund 720 Millionen Euro. Gleichzeitig blieb die klassische Mittelstandsförderung stark: Für Gründung, Wachstum und Betriebsmittel wurden rund 1,32 Milliarden Euro zugesagt, ein Plus von 29 Prozent.
Die LfA führt diese Dynamik auf die seit 2025 erweiterten Förderbedingungen zurück. Insbesondere höhere Darlehensobergrenzen und die Öffnung der Programme für größere mittelständische Unternehmen hätten die Nachfrage deutlich gesteigert.
Die LfA geht zudem davon aus, dass die Nachfrage nach Risikoübernahmen künftig weiter steigen wird. Für die Förderbank ist dies ein Hinweis auf den wachsenden Finanzierungsbedarf in unsicheren Transformationsphasen, zugleich aber auch ein Zeichen dafür, dass Investitionen zunehmend auf staatliche Risikoentlastung angewiesen sind.
Auch die Eigenkapitalfinanzierung wurde ausgebaut: Über Beteiligungen und Fonds wurden 2025 rund 124 Millionen Euro neu zugesagt, deutlich mehr als im Vorjahr. Mit der Initiative „VC4Start-ups“ stellt der Freistaat Bayern zusätzlich 750 Millionen Euro für neue Wagniskapitalfonds bereit.
Stabile Bilanz als Grundlage für weiteren Ausbau
Trotz der deutlichen Ausweitung des Fördergeschäfts bleibt die LfA betriebswirtschaftlich stabil. Die Bilanzsumme stieg auf 25,2 Milliarden Euro, die Kernkapitalquote verbesserte sich auf 23,9 Prozent. Der Jahresüberschuss lag erneut bei 20 Millionen Euro.
Wirtschaftsminister und LfA-Verwaltungsratsvorsitzender Hubert Aiwanger sieht sich damit bestätigt: Der deutliche Nachfrageanstieg zeige, dass der Ausbau des Förderangebots „der richtige Kurs“ gewesen sei. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauche es starke staatliche Partner für Investitionen und Wachstum.
Für Kommunen bedeutet die Entwicklung vor allem eines: Die LfA positioniert sich zunehmend als Finanzierungspartner für zentrale Zukunftsaufgaben, von der Energieversorgung über Infrastruktur bis hin zum regionalen Strukturwandel.