Fish Migration Day 2026
von Redaktion

Zehn Jahre Fischforschung am Inn bestätigen Nutzen naturnaher Fischwanderhilfen - Ein gemeinsames Langzeitprojekt von VERBUND und der Technischen Universität München (TUM) zeigt: Naturnah gestaltete Fischwanderhilfen am Inn dienen nicht nur als Wanderkorridore, sondern auch als wichtige Lebens-, Rückzugs- und Fortpflanzungsräume für zahlreiche Fischarten.
Zwischen 2015 und 2025 wurden entlang des Inns zwischen den Kraftwerken Nussdorf und Ering-Frauenstein über 2.100 Befischungen durchgeführt. Dabei konnten mehr als 150.000 Fische aus 45 Arten nachgewiesen werden. In den zwölf untersuchten Fischwanderhilfen wurden knapp 38.000 Individuen aus 36 Arten erfasst.
Wirksamkeit der Maßnahmen
Besonders bemerkenswert sind Nachweise geschützter und seltener Arten wie Huchen, Mühlkoppe, Strömer, Steingressling und Schlammpeitzger. Studien belegen zudem eine erfolgreiche natürliche Reproduktion von Arten wie Nase, Äsche und Huchen in renaturierten Bereichen und naturnahen Fischwanderhilfen. Ein aktueller Nachweis von 15 Huchenlaichgruben in der Ausleitungsstrecke des Kraftwerks Töging unterstreicht die Wirksamkeit der Maßnahmen.
VERBUND investierte rund 100 Millionen Euro in Renaturierungen und Fischwanderhilfen in Bayern und an der Grenze zu Österreich. Heute sind bereits 75 Prozent der VERBUND-Kraftwerke passierbar. Das Unternehmen will das wissenschaftliche Monitoring fortsetzen, um die ökologische Wirksamkeit langfristig zu sichern.
Die Forschung zeigt außerdem: Renaturierung endet nicht mit dem Bau. Für regulierte Flusssysteme wie den Inn sind langfristiges Management und regelmäßige Pflege entscheidend, um die ökologische Funktion der Maßnahmen dauerhaft zu erhalten.