GZ-Interview mit Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger: „125 Jahre schafft man nur mit Innovationskraft und Mut“
von Constanze von Hassel

125 Jahre Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge waren für Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger Anlass, über die Bedeutung von Traditionsunternehmen, die schwierige Finanzlage der Kommunen und die besonderen Stärken des Standorts Neu-Ulm zu sprechen. Im Interview mit der Bayerischen GemeindeZeitung erklärt sie, warum Unternehmen wie Wilhelm Mayer weit mehr sind als Arbeitgeber und weshalb die Doppelstadt Ulm/Neu-Ulm in ihren Augen einzigartig ist.
GZ: Was bedeutet das 125-jährige Jubiläum von Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge für die Stadt Neu-Ulm?
Katrin Albsteiger: Jedes erfolgreiche Unternehmen ist für eine Stadt wertvoll, wegen der Arbeitsplätze und der Gewerbesteuern, aber eben auch wegen seiner Strahlkraft. Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge ist ein Vorzeigeunternehmen. 125 Jahre wird man nicht einfach so. Das spricht für Innovationskraft, Anpassungsfähigkeit und dafür, dass man attraktive Lösungen für seine Kunden entwickelt.
GZ: Was zeichnet das Unternehmen aus Ihrer Sicht besonders aus?
Albsteiger: Die Familie Mayer zeigt seit Jahrzehnten eine außergewöhnliche Verbundenheit mit Neu-Ulm. Sie engagiert sich weit über das Unternehmen hinaus für Kultur und gesellschaftliches Leben in unserer Stadt. Das ist gelebte unternehmerische Verantwortung.
GZ: Die kommunalen Haushalte stehen derzeit massiv unter Druck. Wie ist die Situation in Neu-Ulm?
Albsteiger: Finanziell ist die Lage extrem schwierig. Wir mussten in den vergangenen Jahren Rücklagen abbauen und neue Kredite aufnehmen. Gleichzeitig versuchen wir, die Auswirkungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen möglichst gering zu halten und weiterhin in Infrastruktur, Kitas und Wohnungsbau zu investieren.
GZ: Worauf sind Sie trotz dieser schwierigen Lage besonders stolz?
Albsteiger: Dass wir als Stadtgesellschaft zusammenhalten und unsere Verwaltung sehr kreativ und lösungsorientiert arbeitet. Trotz aller Herausforderungen haben wir eine lebendige Stadt, investieren weiter und können viele Angebote aufrechterhalten.
GZ: Was macht den Standort Neu-Ulm attraktiv?
Albsteiger: Wir haben eine hervorragende Verkehrsanbindung an A7 und A8, einen starken Bildungsstandort mit Hochschulen und eine hohe Lebensqualität. Die Doppelstadt Ulm/Neu-Ulm bietet eine außergewöhnliche Mischung aus Urbanität und kurzen Wegen ins Grüne. Das gibt es in dieser Form kaum ein zweites Mal.
GZ: Was wünschen Sie Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge für die Zukunft?
Albsteiger: Eigentlich nur eines: genauso weitermachen. Ich wünsche weiterhin unternehmerischen Erfolg, mutige Ideen, viel Innovationskraft und engagierte Mitarbeitende und dass wir unser gutes Miteinander fortsetzen.
Lesen Sie hier den Bericht über das Firmenjubiläum "125 Jahre Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge: Tradition im Herzen, Innovation im Kopf".