Zu Gast bei: Moritz Sappl, Erster Bürgermeister der Gemeinde Eurasburg an der Loisach

GZ Ausgabe GZ-21-2026 vom 5. November 2026 | GZ zu Gast bei...
von Constanze von Hassel
Porträt des Bürgermeisters
Moritz Sappl, Erster Bürgermeister der Gemeinde Eurasburg. Bild: Gemeinde Eurasburg

Welche Kommune vertreten Sie und wie viele Einwohner zählt sie?
Die Gemeinde Eurasburg an der Loisach mit ca. 4.300 Einwohnern.

Was macht Ihre Heimatkommune besonders lebenswert und was sollten Besucher dort unbedingt gesehen haben?
Es gibt 52 große und kleinere Gemeindeteile in dörflicher Struktur, in denen man wunderschön wohnen, qualifiziert arbeiten, aber auch sehr gut Urlaub machen kann. Man sollte sich die Zeit nehmen für Landschaft, Freizeitmöglichkeiten, Essen und Trinken und das Klosterareal mit seinem Programm unbedingt anschauen.

Seit wann sind Sie im Amt (und sind Sie haupt- oder ehrenamtlich tätig)?
Seit 01. Mai 2014, hauptamtlich.

Welchen Beruf übten Sie vor Amtsantritt aus?
Angestellter Elektroingenieur bei einer international tätigen Härterei.

Was hat Sie persönlich motiviert in die Kommunalpolitik zu gehen?
Der Wunsch, mein Zuhause vor Ort mit gestalten zu wollen.

Wie haben Sie sich auf Ihr Amt vorbereitet?
Durch die Erfahrungen der beruflichen, privaten und ehrenamtlichen Aktivitäten auch als Gemeinderatsmitglied und Kurse sowie Austausch mit den Kollegen ab dem Amtsantritt.

Welche Herausforderungen standen zu Beginn Ihrer Amtszeit im Vordergrund?
Die Auflassung des Klosterareals im Gemeindeteil Beuerberg sowie die Flüchtlingsunterbringung ab 2015.

Auf welches Projekt oder welche Entscheidung Ihrer Amtszeit sind Sie besonders stolz?
Vollsortimenter im Hauptort. Umnutzung des Klosterareals.

Welche Themen beschäftigen Sie aktuell?
Die schwindende Finanzausstattung, Erfüllung des ganztägigen Betreuungsanspruchs für Grundschülerinnen und Grundschüler sowie die Trinkwasserversorgung.

Mit welchen Themen möchten oder müssen Sie sich künftig auseinandersetzen?
Mit weniger Finanzausstattung die Daseinsversorge auf dem Bestand halten zu können.

Wie beziehen Sie Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft in Ihre Arbeit und Entscheidungsprozesse ein?
Die Einbeziehung ist durch unterschiedliche Austauschkreise gesichert, doch letztendlich ist der Gemeinderat das repräsentative Entscheidungsgremium, in dem der Bürgermeister eine Stimme hat. Zur Vorbereitung von Entscheidungen versucht man meist mit einer mehrstufigen Informations- und Abstimmungskette die Entscheidungsträger und die Betroffenen abzuholen.

Welchen Einfluss wird die Digitalisierung auf die künftige Kommunalpolitik haben?
Sie wird eine weitreichende Rolle spielen, um den Anforderungen des täglichen beruflichen und privaten Lebens gleichzeitig, gerecht zu werden! Sie wird aber, nach meiner Einschätzung, die Individualität einschränken.

Welchen Rat geben Sie jungen Kolleginnen und Kollegen?
Eine Meinung sollte nicht vorgefasst sein, sondern man muss sie sich bilden.

Constanze von Hassel

Constanze von Hassel, Chefredakteurin

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