Zu Gast bei: Carmen Pepiuk, Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Trabitz
von Constanze von Hassel

Welche Kommune vertreten Sie und wie viele Einwohner zählt sie?
Ich vertrete die Gemeinde Trabitz im Landkreis Neustadt an der Waldnaab in der Oberpfalz. Unsere Gemeinde zählt rund 1.300 Einwohnerinnen und Einwohner und besteht aus mehreren Ortsteilen.
Was macht Ihre Heimatkommune besonders lebenswert und was sollten Besucher dort unbedingt gesehen haben?
Trabitz zeichnet sich durch seine naturnahe Lage, den starken Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft und ein aktives Vereinsleben aus. Die Nähe zum Naturpark Steinwald bietet zahlreiche Möglichkeiten für Freizeit, Erholung und Naturerlebnisse. Besucher sollten die reizvolle Landschaft rund um den Haidenaabtalbereich sowie die zahlreichen Wander- und Radwege erkunden. Besonders sehenswert sind auch unsere traditionellen Feste und das lebendige Gemeinschaftsleben.
Seit wann sind Sie im Amt (und sind Sie haupt- oder ehrenamtlich tätig)?
Ich bin seit dem Jahr 2014 Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Trabitz und übe dieses Amt ehrenamtlich aus.
Welchen Beruf übten Sie vor Amtsantritt aus?
Ich war selbständig tätig.
Was hat Sie persönlich motiviert in die Kommunalpolitik zu gehen?
Mich hat der Wunsch motiviert, die Entwicklung unserer Heimatgemeinde aktiv mitzugestalten. Kommunalpolitik ist die politische Ebene, auf der Entscheidungen unmittelbar bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen. Die Möglichkeit, konkrete Verbesserungen vor Ort zu erreichen, war für mich der wichtigste Antrieb.
Wie haben Sie sich auf Ihr Amt vorbereitet?
Eine gute Vorbereitung bestand aus langjährigem Interesse an kommunalen Themen, dem Austausch mit erfahrenen Mandatsträgern sowie der Teilnahme an Fortbildungen und Informationsveranstaltungen. Gleichzeitig lernt man viele Aspekte des Bürgermeisteramtes erst im täglichen Handeln und durch praktische Erfahrungen kennen.
Welche Herausforderungen standen zu Beginn Ihrer Amtszeit im Vordergrund?
Es galt, laufende Projekte fortzuführen, die kommunalen Finanzen im Blick zu behalten und die Weichen für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde zu stellen.
Auf welches Projekt oder welche Entscheidung Ihrer Amtszeit sind Sie besonders stolz?
Besonders stolz bin ich auf Projekte, die nachhaltig zur Lebensqualität in unserer Gemeinde beitragen. Dazu zählen Investitionen in die Infrastruktur, die Unterstützung unserer Vereine sowie Maßnahmen zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Besonders erfreulich ist es, wenn Projekte gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt und erfolgreich umgesetzt werden können. Dies sind insbesondere: Sanierung Meierhof und Neubau Kindertagesstätte Storchennest.
Welche Themen beschäftigen Sie aktuell?
Aktuell beschäftigen uns vor allem die Sicherung und Weiterentwicklung der kommunalen Infrastruktur, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde, die Energiewende sowie die Förderung von Familien, Kindern und Jugendlichen. Auch die Unterstützung des Ehrenamts bleibt ein zentrales Thema. Derzeitiges Großprojekt: Sanierung Wasserversorgung / Erweiterung Hochbehälter.
Mit welchen Themen möchten oder müssen Sie sich künftig auseinandersetzen?
Zu den Zukunftsthemen zählen die demografische Entwicklung, die Digitalisierung, die Energieversorgung, der Klimaschutz sowie die Sicherung attraktiver Lebensbedingungen im ländlichen Raum. Ziel ist es, Trabitz auch für kommende Generationen als lebenswerte Heimat zu erhalten.
Wie beziehen Sie Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft in Ihre Arbeit und Entscheidungsprozesse ein?
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist die Grundlage erfolgreicher Kommunalpolitik. Wichtige Entscheidungen werden im Gemeinderat offen diskutiert und gemeinsam getroffen. Gleichzeitig lege ich großen Wert auf den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern – sei es bei Bürgerversammlungen, Vereinsveranstaltungen oder in persönlichen Gesprächen. Gute Lösungen entstehen oft im Dialog.
Welchen Einfluss wird die Digitalisierung auf die künftige Kommunalpolitik haben?
Die Digitalisierung wird die Arbeit der Kommunen nachhaltig verändern. Sie ermöglicht effizientere Verwaltungsabläufe, schnellere Kommunikation und bessere Serviceangebote für die Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig müssen Datenschutz, IT-Sicherheit und die digitale Teilhabe aller Generationen gewährleistet werden.
Welchen Rat geben Sie jungen Kolleginnen und Kollegen?
Mein Rat lautet: Hören Sie den Menschen vor Ort aufmerksam zu, bleiben Sie authentisch und verlieren Sie nie den Blick für das Gemeinwohl. Kommunalpolitik lebt vom persönlichen Engagement, von Teamarbeit und von der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Wer mit Offenheit, Respekt und Ausdauer an die Aufgaben herangeht, kann viel bewegen.