Rosenheimer Umweltpreis für „Wildkatzen“ und foodsharing
von Doris Kirchner

Die Stadt Rosenheim hat den Umweltpreis 2026 an die Kindergruppe „Wildkatzen“ der BUNDjugend Bayern in Rosenheim und den Verein foodsharing Landkreis Rosenheim e.V. verliehen. Beide Preisträger erhielten ein Preisgeld von jeweils 1.000 Euro.
Die Kindergruppe „Wildkatzen“ wurde in der Kategorie Kindergärten, Horte und Schulen für ihr Projekt „Wildkatzen – dreckig, aber glücklich“ ausgezeichnet. Rund 15 bis 20 Kinder erkunden einmal im Monat die Natur rund um Rosenheim. Dabei lernen sie Pflanzen und Tiere kennen, bauen Nisthilfen und Futterstationen, beteiligen sich an Müllsammelaktionen und besuchen beispielsweise Imker. Auch das Basteln mit Naturmaterialien gehört zum Programm.
Mit ihren regelmäßigen Aktivitäten will die Gruppe Kindern einen unmittelbaren Zugang zur Natur vermitteln. Die Jury würdigte insbesondere die Verbindung von Umweltbildung, Bewegung und gemeinsamen Erlebnissen. Angesichts der zunehmenden Zeit, die Kinder mit digitalen Medien verbringen, biete die Gruppe einen bewussten Ausgleich und vermittle frühzeitig Kenntnisse über Natur- und Umweltschutz.
200.000 kg Lebensmittel gerettet
Der Verein foodsharing Landkreis Rosenheim e.V. wurde für sein Projekt „Gemeinsam für mehr Lebensmittelwertschätzung“ geehrt. Seit Beginn der Aktivitäten im Jahr 2017 wurden nach Angaben des Vereins gemeinsam mit regionalen Lebensmittelhändlern und Partnerbetrieben rund 200.000 Kilogramm noch genießbare Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt. Die Rettung erfolgte bei mehr als 17.300 Einsätzen.
Die geretteten Lebensmittel werden überwiegend an bedürftige Menschen weitergegeben. Darüber hinaus engagieren sich derzeit 203 Vereinsmitglieder ehrenamtlich für die Initiative. Mit Informations- und Bildungsangeboten will foodsharing zudem für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln und nachhaltigen Konsum sensibilisieren.