Kommunales Klimaschutznetzwerk Oberpfalz gegründet

GZ Ausgabe GZ-14-2026 vom 16. Juli 2026 | Aus den Kommunen
von Redaktion
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Gründung des Klimaschutznetzwerks Oberpfalz im Hahnbacher Rathaus: Gastgeber war der damalige Bürgermeister Bernhard Lindner (r.).Bild: Markt Hahnbach

Die nördliche Oberpfalz nimmt den Klimaschutz verstärkt in den Fokus: 24 Städte, Märkte und Gemeinden haben im Rathaus Hahnbach ein Kommunales Klimaschutznetzwerk gegründet und sich mit diesem Zusammenschluss 553.542 Euro Fördermittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gesichert. Nach einem offenen Ausschreibungsverfahren wurde nun mit dem Institut für Energietechnik (IfE) ein leistungsfähiger Netzwerkpartner gefunden.

Bei einem Fördersatz von 60 Prozent und den zu erbringenden Eigenmitteln beträgt das Gesamtvolumen des Netzwerks rund 922.500 Euro. Diese Mittel können für Beratungsleistungen in allen energetischen Themenstellungen einer Kommune eingesetzt werden, fasste Bürgermeister a. D. Bernhard Lindner zusammen, der die Netzwerkgründung noch in den letzten Tagen seiner Amtszeit auf den Weg brachte.

„Die Rathäuser erhalten damit auf kurzem Weg Expertise in allen erneuerbaren Energiethemen für die Jahre 2026, 2027 und 2028“, sagte Lindner. Der Markt Hahnbach ist Zuwendungsempfänger, ausschreibende Stelle und damit Mittelverwalter für den Zusammenschluss. In der Gründungsversammlung unterzeichneten alle Bürgermeister beziehungsweise deren Bevollmächtigte die Gründungsurkunde und besiegelten damit die Zusammenarbeit. In ihren Kurzvorstellungen betonten die Gemeindechefs, dass bestehende kommunale Klimaschutzprojekte fortgeführt und neue Aufgabenstellungen gezielt beleuchtet werden sollen. Einige Kommunen waren bereits seit Jahren Mitglieder kleinerer Netzwerke und sind nun aus Überzeugung dem KSN Oberpfalz beigetreten.

Neben dem Markt Hahnbach gehören die Gemeinden Birgland, Ebermannsdorf, Edelsfeld, Freudenberg, Gebenbach, Hirschbach, Kümmersbruck, Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg, Poppenricht, Ursensollen und Wackersdorf, die Märkte Kastl und Königstein sowie die Städte Auerbach i.d.Opf., Grafenwöhr, Hirschau, Kemnath, Marktredwitz, Neunburg vorm Wald, Pfreimd, Schnaittenbach, Sulzbach-Rosenberg und Tirschenreuth dem Netzwerk an.

Ein Netzwerk über fünf Landkreise

Das Klimaschutznetzwerk spannt sich über die fünf Landkreise Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab, Schwandorf, Tirschenreuth und Wunsiedel. Es verknüpft die Kommunen zu einer neuen interkommunalen Arbeitsgemeinschaft mit dem Schwerpunkt Klimaschutz, so Lindner.
Bürgermeister Stefan Frank aus Sulzbach-Rosenberg hat bereits sein Rathaus als nächsten Veranstaltungsort angeboten. Dort soll das erste Netzwerktreffen stattfinden und der Netzwerkpartner aus dem Ausschreibungsverfahren vorgestellt werden.

Das IfE begleitet das Netzwerk als Moderator und fachlicher Ansprechpartner. Während der dreijährigen Laufzeit sind jährlich vier Netzwerktreffen geplant, ergänzt durch fachliche Impulse und praxisnahe Beiträge. „So bleiben die teilnehmenden Kommunen durch den Wissenstransfer auf aktuellstem Informationsstand“, betonte Prof. Dr. Raphael Lechner, Geschäftsführer des IfE, und freute sich auf die Zusammenarbeit.

Redaktion

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