Energiewerk Landkreis Aschaffenburg: Energiewende aus der Region

GZ Ausgabe GZ-18-2026 vom 24. September 2026 | Aus den Kommunen
von Doris Kirchner
Luftbild einer Photovoltaik-Anlage
Luftbild der Photovoltaik-Anlage am Goldbacher Stumpertsacker. Bild: AHS Solar GmbH & Co. KG

Das erste Projekt des Energiewerks Landkreis Aschaffenburg (ELA) stößt in Goldbach auf großes Interesse. Für die Finanzierung der geplanten Photovoltaikanlage am Stumpertsacker kamen innerhalb von nur 47 Stunden die vorgesehenen 500.000 Euro über ein Crowdfunding zusammen. 127 Personen beteiligten sich an dem Vorhaben. Für ihr Darlehen erhalten sie über einen Zeitraum von zehn Jahren eine Verzinsung von fünf Prozent.

Die 500.000 Euro fließen als wesentlicher Bestandteil des Eigenkapitals in die „Solarenergie Landkreis Aschaffenburg GmbH & Co. KG“. Diese Projektgesellschaft wird künftig die Photovoltaikanlage betreiben. Mehr als die Hälfte der Anteile befindet sich in kommunaler Hand. Damit soll ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung in der Region bleiben. Beteiligt sind unter anderem das ELA, der Markt Goldbach und das Elek-
trizitätswerk Goldbach-Hösbach (EWG).

Aus der Region, für die Region

Landrat Dr. Alexander Legler wertete die schnelle Beteiligung der Bürger als Bestätigung für den eingeschlagenen Weg. Die Menschen müssten aktiv in die Energiewende einbezogen werden und zugleich von den daraus entstehenden Einnahmen profitieren können. „Unsere Projekte sind Projekte aus der Region für die Region und damit immer auch für die Menschen vor Ort“, erklärte Legler. Die Kommunen behielten bei der Ausgestaltung die Verantwortung und könnten die Energiewende gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten. Gleichzeitig böten die Projekte die Möglichkeit, sich finanziell an nachhaltigen Kapitalanlagen zu beteiligen.

Die Photovoltaikanlage soll voraussichtlich Anfang Oktober in Betrieb gehen und verfügt über eine installierte Leistung von 4,8 Megawatt. Ergänzt wird sie durch einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 5.000 Kilowattstunden und einer Leistung von 2.500 Kilowatt. Nach Angaben des Marktes Goldbach soll die Anlage etwa 1.000 Vier-Personen-Haushalte versorgen können. Die Anlage soll zudem jährlich fast 3.200 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Doris Kirchner

Doris Kirchner, Chefin vom Dienst

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