900 Jahre Rimpar
von Doris Kirchner

Mit einem großen Festumzug feierte die Marktgemeinde Rimpar (Landkreis Würzburg) den Höhepunkt ihres Jubiläums zum 900-jährigen Bestehen. Auch Ministerpräsident Dr. Markus Söder nahm gemeinsam mit zahlreichen Vereinen, Gruppen und Bürgern am Festzug teil.
Rimpar wurde im Jahr 1126 erstmals als „Rimpure“ in einer Urkunde des Klosters Kitzingen erwähnt. Damals wurde das Niederadelsgeschlecht von Rimpure urkundlich genannt, das vermutlich den Fronhof des Klosters in Rimpar verwaltete. Aus diesen historischen Anfängen entwickelte sich über Jahrhunderte eine lebendige Marktgemeinde mit einem ausgeprägten Gemeinschaftsgefühl.
Ministerpräsident Söder würdigte das Jubiläum als Ausdruck einer lebendigen Heimat. Gerade in herausfordernden Zeiten seien Zusammenhalt, Ehrenamt und Lebensfreude von besonderer Bedeutung. Vereine, Feuerwehren und das ehrenamtliche Engagement machten Gemeinden wie Rimpar lebenswert. Das 900-jährige Bestehen zeige beispielhaft, wie Traditionen bewahrt und zugleich Veränderungen gestaltet werden können. Die Staatsregierung setze sich deshalb weiterhin für gute kommunale Rahmenbedingungen und eine Stärkung des Ehrenamts ein.
Rimpar steht heute für eine hohe Lebensqualität. Historische Bauwerke wie Schloss Grumbach oder die Alte Knabenschule erinnern an die lange Geschichte des Ortes und werden zugleich als Kultur- und Veranstaltungsorte genutzt. Die reizvolle Lage im Fränkischen Weinland sowie Aussichtspunkte wie der Kobel machen die Marktgemeinde auch für Gäste attraktiv.
Auch Bürgermeister Torsten Keller, seit Mai 2026 im Amt, sieht in der Geschichte Rimpars den Schlüssel für die Zukunft. Die Gemeinde habe sich stetig fortentwickelt, ohne ihre Identität zu verlieren. Rimpar verfüge heute über eine moderne Infrastruktur, vielfältige Bildungs- und Freizeiteinrichtungen sowie ein aktives Vereinsleben.
Das Jubiläumsjahr steht unter dem Leitgedanken, Vergangenheit und Zukunft miteinander zu verbinden. Zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen, darunter die Schau „Das alte Rimpar“, sowie Führungen auf den Schlossturm laden dazu ein, die Geschichte des Marktes zu entdecken und das heutige Rimpar als lebenswerte und zukunftsorientierte Gemeinde kennenzulernen.