VKU-Landesversammlung in Augsburg: Kommunale Unternehmen fordern verlässliche Rahmenbedingungen
von Redaktion

Resilienz, Finanzierung und Wasserversorgung im Mittelpunkt: Vorstand neu aufgestellt - Augsburg. Wie können kommunale Unternehmen ihre zentrale Rolle bei Energie-, Wasser- und Wärmeversorgung, Entsorgung und digitaler Infrastruktur auch unter veränderten wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Bedingungen erfüllen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Landesversammlung der VKU-Landesgruppe Bayern. Mehr als 100 Vertreter aus Kommunalwirtschaft, Politik, Verbänden und weiteren Institutionen kamen dazu Ende September im Alten Gaswerk in Augsburg zusammen.
„Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen braucht es verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit aller Akteure“, betonte der Vorsitzende der VKU-Landesgruppe Bayern, Marcus Steurer. Die aktuellen Herausforderungen könnten nur im Schulterschluss von Kommunen und kommunalen Unternehmen bewältigt werden. Das gelte insbesondere für die Frage, wie die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur künftig finanziert werden können.
Daseinsvorsorge resilienter machen
Ein Schwerpunkt der Tagung lag auf der Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der kommunalen Daseinsvorsorge. Bayerns Innen- und Kommunalminister Joachim Herrmann diskutierte dazu mit Vertretern des Bundesverteidigungsministeriums, des Technischen Hilfswerks und des VKU. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich kommunale Infrastrukturen angesichts der veränderten Sicherheitslage besser schützen und krisenfester aufstellen lassen.
Breiten Raum nahm auch die Infrastrukturfinanzierung ein.
Die Vorsitzenden des Wirtschafts- und des Finanzausschusses im Bayerischen Landtag, Stephanie Schuhknecht und Josef Zellmeier, diskutierten hierzu unter anderem mit Philippa Sigl-Glöckner, Direktorin des Dezernats Zukunft, und Silvia Dollinger, Geschäftsführerin der Stadtwerke Eichstätt.
Wasserversorgung unter Druck
Nach dem von Hitze und Trockenheit geprägten Sommer rückte zudem die sichere Wasserversorgung in den Fokus. Die Europaabgeordnete Maria Noichl und der Journalist und Autor Uwe Ritzer diskutierten über Lösungsansätze für zunehmende Nutzungskonflikte und Wasserknappheit. Deutlich wurde dabei nach Angaben des VKU, dass Kommunen, Versorger, Landwirtschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln müssen.
Auch personell stellte sich die VKU-Landesgruppe neu auf. Bis 2028 wurden Forchheims Oberbürgermeisterin Martina Hebendanz (CSU), Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig (Grüne), Günzburgs Oberbürgermeister Michael Jahn (SPD) und Neumarkts Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn (CSU) als Vertreter der kommunalen Gesellschafter in den Vorstand nachgewählt. Neu im Gremium ist außerdem Eva Weikl, Vorständin der Erlanger Stadtwerke AG.
Steurer dankte den im Zuge der Kommunalwahl 2026 ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihre Arbeit. Mit der neuen Zusammensetzung soll zugleich die kommunalpolitische Perspektive innerhalb der Landesgruppe gestärkt werden.