Verfassungsempfang der SPD: Freiheit sichern – Demokratie stärken
von Redaktion

80 Jahre Bayerische Verfassung standen im Mittelpunkt des Verfassungsempfangs der SPD-Landtagsfraktion im Bayerischen Landtag. Für die Sozialdemokraten ist das Jubiläum nicht nur Anlass zum Rückblick, sondern zugleich ein politischer Auftrag, Demokratie, Freiheit und sozialen Zusammenhalt aktiv zu verteidigen. Im Rahmen des Empfangs wurde die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch mit dem Wilhelm-Hoegner-Preis 2026 ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Joachim Gauck.
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Holger Grießhammer, würdigte Münchs jahrzehntelanges Engagement für politische Bildung und demokratische Kultur. Gerade in Zeiten wachsender Polarisierung, zunehmender Desinformation und gesellschaftlicher Spannungen brauche es Menschen, die Orientierung geben und demokratische Debatten stärken. Münch stehe für kritisches Denken, klare Analyse und den Einsatz gegen Populismus.
Stabiler Kompass für Freiheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Grießhammer bezeichnete die Bayerische Verfassung auch 80 Jahre nach ihrem Inkrafttreten als stabilen Kompass für Freiheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Demokratie sei keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern auf aktives Mitwirken angewiesen. Der Kampf gegen Hass, Hetze und soziale Spaltung bleibe deshalb eine dauerhafte gesellschaftliche Aufgabe.
Joachim Gauck hob in seiner Laudatio hervor, dass Ursula Münch Politik verständlich mache, ohne sie zu vereinfachen. Sie stehe für intellektuelle Redlichkeit und die Bereitschaft, auch unbequeme Wahrheiten offen anzusprechen. Damit leiste sie einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Kultur in Deutschland.
Die Preisträgerin selbst verwies auf die Bedeutung der Bayerischen Verfassung für die politische Stabilität des Freistaats. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Hans Well und seinen Wellbappn.