Landesversammlung der Senioren-Union: „Bamberger Appell“ für christliche Grundwerte
von Redaktion

Eine rasche Stabilisierung von Rente, Pflege- und Krankenversicherung sowie eine stärkere Orientierung der Politik am christlichen Menschenbild fordert die Senioren-Union der CSU. Rund 220 Delegierte aus ganz Bayern verabschiedeten bei ihrer Landesversammlung in Bamberg einstimmig den „Bamberger Appell“ und bekannten sich zugleich zu einer wehrhaften Demokratie.
Im Mittelpunkt der Landesversammlung stand die Forderung, die sozialen Sicherungssysteme so zu reformieren, dass sie langfristig finanzierbar bleiben und zugleich verlässliche Leistungen für die ältere Generation gewährleisten. Handlungsbedarf sieht die Senioren-Union bei allen drei großen Säulen – Rente, Pflege und Krankenversicherung.
„Wir erwarten eine rasche Umsetzung der Reformen mit dem Ziel einer anhaltenden Stabilisierung von Rente, Pflege und Krankenversicherung“, erklärte Landesvorsitzender Franz Meyer. Notwendig seien tragfähige Lösungen, die nicht einseitig zulasten einzelner Generationen gingen. Die Senioren-Union verstehe sich dabei als Anwalt der älteren Menschen und ihrer sozialen Absicherung.
Sozialsysteme dauerhaft sichern
Im Fokus steht insbesondere die Verlässlichkeit der sozialen Sicherung. Rentner müssten auf eine stabile Alterssicherung vertrauen können, zugleich müssten Pflege und medizinische Versorgung auch künftig finanzierbar und verfügbar bleiben. Reformen dürften deshalb nicht weiter aufgeschoben werden, machte Meyer deutlich.
Die Senioren-Union verbindet damit den Anspruch, die Interessen der heutigen Rentnergeneration zu sichern, ohne die finanziellen Lasten einseitig auf die Jüngeren zu verlagern.
Christliches Menschenbild als Maßstab
Mit dem einstimmig verabschiedeten „Bamberger Appell“ formulierten die Delegierten darüber hinaus ihren gesellschaftspolitischen Anspruch. Politische Entscheidungen sollen sich nach dem Willen der Senioren-Union wieder stärker am christlichen Menschenbild und der daraus abgeleiteten Verantwortung für den Einzelnen und die Gemeinschaft orientieren.
Zugleich fordert die Senioren-Union eine wehrhafte Demokratie. Demokratische Grundwerte müssten entschlossen verteidigt und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden. Damit verbindet der „Bamberger Appell“ die Sicherung des Sozialstaats mit einer Rückbesinnung auf die wertpolitischen Grundlagen der CSU.
Als Ehrengast würdigte Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin und Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) das Engagement der Senioren-Union. Sie hob die politische Erfahrung der älteren Generation hervor und dankte ausdrücklich für deren Einsatz bei der Durchsetzung der Mütterrente.
Die Lebenserfahrung älterer Menschen sei für politische Entscheidungen und die Gestaltung der gesellschaftlichen Zukunft von großer Bedeutung, betonte Scharf.