Arbeitsministerin Ulrike Scharf: „Für die Minijobs müssen wir eine Lösung finden“
von Redaktion

Bayerns Arbeitsmarkt bleibt angespannt - Im Juni 2026 waren in Bayern 312.927 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl um rund 7.200 Personen beziehungsweise 2,4 Prozent.
Mit einer Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent liegt Bayern dennoch weiterhin an der Spitze der Bundesländer und deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 6,2 Prozent.
Arbeitsministerin Ulrike Scharf fordert neben wirtschaftlichen Impulsen auch eine zukunftsfeste und generationengerechte Altersversorgung. Die Vorschläge der Rentenkommission begrüße sie grundsätzlich, sehe bei den geplanten Änderungen zu Minijobs aber Gesprächsbedarf: „Minijobs dürfen nicht abgeschafft werden.“
Eine Beschränkung auf Schülerinnen und Schüler greife zu kurz. Auch Studierende sowie Rentnerinnen und Rentner nutzten Minijobs als Zuverdienstmöglichkeit.
Gleichzeitig könnten Betriebe damit flexibel auf schwankende Nachfrage und saisonale Spitzen reagieren. Dies gelte besonders für Gastronomie, Einzelhandel und Handwerk. Scharf fordert deshalb, die Minijob-Regelungen gemeinsam neu zu überdenken.