Gute Wasserqualität in Bayerns Badeseen
von Doris Kirchner

Die Wasserqualität der bayerischen Badeseen ist weiterhin auf einem hohen Niveau. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind mehr als 96 Prozent der 375 EU-Badestellen im Freistaat mit „ausgezeichnet“ oder „gut“ bewertet worden.
Wie Gesundheitsministerin Judith Gerlach mitteilte, wird die aktuelle Einstufung durch die in diesem Jahr genommenen Wasserproben bestätigt. Lediglich drei Badestellen erhielten die Bewertung „ausreichend“. Dabei handelt es sich um zwei Badestellen am Meerhofsee in Alzenau sowie um die Badestelle am Krebsensee in Knetzgau-Westheim. Als „mangelhaft“ wurde lediglich die Badestelle am Nordufer des Riemer Sees in München eingestuft.
Für zehn weitere Badestellen liegt derzeit noch keine offizielle Bewertung vor, da die erforderliche Zahl an Untersuchungsergebnissen noch nicht erreicht wurde. Die bislang vorliegenden Analysen weisen jedoch auch dort auf eine gute Wasserqualität hin.
Seit Ende April hat das LGL nach eigenen Angaben rund 750 Wasserproben mikrobiologisch untersucht. Die Gesundheitsämter kontrollieren die Badegewässer während der Badesaison regelmäßig und entnehmen bis Mitte September insgesamt sechs Proben je Badestelle. Untersucht werden dabei unter anderem die Darmbakterien Escherichia coli und Intestinale Enterokokken, die Hinweise auf hygienische Belastungen geben können.
Untersuchungen auf Blaualgen
Zusätzlich werden bei gefährdeten Gewässern Untersuchungen auf Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt, durchgeführt. Diese können bei hoher Konzentration gesundheitliche Beschwerden verursachen. Nach Einschätzung von Fachleuten könnten Probleme mit Blaualgen infolge des Klimawandels und steigender Durchschnittstemperaturen künftig häufiger auftreten.