Glauber zur Hitzewelle in Bayern: Wasserversorgung aktuell gesichert
von Redaktion

Umweltminister ruft zum Wassersparen auf - Kommunen sollen sich stärker gegen Hitze wappnen
Angesichts der zweiten Hitzewelle des Sommers hat Bayerns Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber die Bevölkerung erneut zum Wassersparen aufgerufen. Die Wasserversorgung im Freistaat sei derzeit gesichert. Die anhaltende Trockenheit führe jedoch zu niedrigen Abflüssen und Grundwasserständen, sodass örtlich Einschränkungen bei der Wassernutzung notwendig werden könnten.
Über konkrete Sparmaßnahmen entscheiden die zuständigen Behörden vor Ort entsprechend der jeweiligen Situation. Das Umweltministerium stehe dazu in engem Austausch mit Wasserversorgern und Behörden. „Jeder verantwortungsvolle Umgang mit Wasser hilft dabei, unsere natürlichen Ressourcen zu schonen“, betonte Glauber.
Förderung kommunaler Trinkbrunnen
Zur besseren Versorgung mit Trinkwasser im öffentlichen Raum hat der Freistaat das Sonderprogramm „Kommunale Trinkbrunnen“ neu aufgelegt. Seit April 2025 wurden knapp 70 Vorhaben genehmigt; geplant ist derzeit der Bau von mehr als 90 Trinkbrunnen. Pro Kommune können bis zu zwei Anlagen mit jeweils höchstens 10.000 Euro und bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden. Bereits zwischen 2021 und 2024 waren 200 Vorhaben bewilligt worden.
Mit Blick auf zunehmende Hitzeperioden forderte Glauber zudem einen besseren Schutz älterer und kranker Menschen sowie von Kindern. Kirchen und andere öffentliche Gebäude könnten als kühle Aufenthaltsorte geöffnet werden. Langfristig müssten insbesondere Seniorenheime, Krankenhäuser und Kindertagesstätten besser an hohe Temperaturen angepasst werden.
Mehr Grün und Wasser in den Städten
Nach Ansicht des Ministers müssen Städte verstärkt in grüne und blaue Infrastruktur investieren. Stadtbäume, Grünflächen, begrünte Dächer und Fassaden spendeten Schatten, kühlten die Luft und steigerten die Lebensqualität. Klimaangepasstes Planen und Bauen müsse daher zum Standard werden.
Zur Unterstützung der Kommunen bereitet das Umweltministerium eine Neuauflage der Förderrichtlinie Kommunaler Klimaschutz vor. Die „KommKlimaFöR 2026“ soll noch im Sommer in Kraft treten und künftig auch Projekte fördern, die die Auswirkungen von Hitzeperioden verringern.