Staatsministerin Kaniber: Vom Satelliten bis zum Digitalen Zwilling

GZ Ausgabe GZ-18-2026 vom 24. September 2026 | Verwaltung & Digitalisierung
von Redaktion
Bild einer Drohne über einem Feld
Drohnenflug mit einem Multispektralsensor nahe des Forschungs- standortes Schwarzenau. Bild: Johannes Beyer/LfL

„Mit Geodaten stärkt Bayern Landwirtschaft und ländlichen Raum“ - Satellitendaten, Drohnenaufnahmen, KI und Digitale Zwillinge ermöglichen präzise virtuelle Abbilder landwirtschaftlicher Flächen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für Landwirtschaft und Landentwicklung: Sie helfen dabei, Flächen gezielter zu bewirtschaften, Ressourcen zu schonen und Arbeitsabläufe einfacher und effizienter zu gestalten. Wie erfolgreich diese Technologien bereits heute in Bayern eingesetzt werden, zeigten die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und die Verwaltung für Ländliche Entwicklung in Bayern gemeinsam auf der Messe INTERGEO in den Messehallen München Riem.

„Mit unserer Präsenz auf der INTERGEO machen wir deutlich: Bayern verbindet modernste Technik mit landwirtschaftlicher Praxis – zum Nutzen unserer Betriebe, unserer ländlichen Räume und unserer Heimat“, so Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, die auch für die Ländliche Entwicklung zuständig ist.

Der gemeinsame Messeauftritt griff zentrale Ziele des Zukunftsvertrags zur Landwirtschaft in Bayern auf. Denn Innovation und Forschung sind unverzichtbare Grundlagen für eine leistungsfähige nachhaltige Landwirtschaft. Moderne Geodaten und digitale Technologien tragen dazu bei, Verwaltungsabläufe zu vereinfachen, Flächen ressourcenschonend zu bewirtschaften und fundierte Entscheidungen für die Entwicklung des ländlichen Raums zu ermöglichen.

Die LfL nutzt modernste Fernerkundungsverfahren, um landwirtschaftliche Flächen aus dem All und aus der Luft zu analysieren. Satellitendaten des europäischen Copernicus-Programms wie auch hochauflösende Drohnenaufnahmen liefern – unterstützt durch KI-gestützte Auswerteverfahren – wertvolle Informationen über Vegetation, Bodenzustand, Nutzung und Veränderungen von Flächen in ganz Bayern.

Beispielsweise setzt die LfL am Forschungszentrum für Landwirtschaft in Trockenlagen in Schwarzenau Drohnen mit hochauflösenden Multispektralkameras ein. Die spezialisierten Sensoren ermöglichen unter anderem das Berechnen von Pflanzenhöhen und des Grads der Bodenbedeckung. Durch das Verknüpfen von Satelliten- und Drohnendaten sowie das Nutzen von Künstlicher Intelligenz entstehen hochaktuelle digitale Informationen für Forschung, Beratung und landwirtschaftliche Praxis.

Auch die Verwaltung für Ländliche Entwicklung nutzt in Pilotprojekten Drohnendaten, um sogenannte Digitale Zwillinge der Landschaft zu erstellen. Dabei werden Projektgebiete dreidimensional digital abgebildet und für Planung, Vermessung, Bürgerbeteiligung sowie die Umsetzung von Maßnahmen nutzbar gemacht. Das Projekt erprobt neue operative Abläufe: Es prüft, wie sich Daten erfassen, Wege, Hecken und weitere Landschaftsstrukturen mithilfe künstlicher Intelligenz erkennen und die Ergebnisse in bestehende Qualitätsmanagementprozesse integrieren lassen.

„Bayern denkt Digitalisierung nicht nur abstrakt. Wir setzen sie ganz konkret zum Besten für unsere landwirtschaftlichen Betriebe und die ländlichen Räume um. Geodaten, KI und Praxisanwendung miteinander zu verbinden ist ein echter Standortvorteil für unser Land,“ hob Kaniber hervor.

Redaktion

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