Umweltminister Thorsten Glauber: Bayern erhält flächendeckendes Frühwarnsystem für Georisiken
von Redaktion

Das Bayerische Umweltministerium hat die Vorsorge gegen Naturgefahren weiter ausgebaut: Erstmals stehen bayernweit Hinweiskarten zu Georisiken zur Verfügung. Umweltminister Thorsten Glauber bezeichnet sie als „wertvolles Frühwarnsystem“ angesichts zunehmender Naturgefahren durch den Klimawandel.
Die Karten erfassen potenzielle Risiken wie Steinschläge, Felsstürze oder Rutschungen und bieten damit eine wichtige Grundlage für Kommunen, Planungsträger sowie Bürgerinnen und Bürger. Ziel ist es, gefährdete Bereiche frühzeitig zu identifizieren und gezielte Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen zu ermöglichen.
Erstellt wurden die Datensätze vom Geologischen Dienst am Landesamt für Umwelt. Rund fünf Prozent der Landesfläche gelten als potenziell geogefährdet. Die Informationen stehen kostenfrei im UmweltAtlas zur Verfügung und unterstützen insbesondere Bauleitplanung, Infrastrukturprojekte und individuelle Standortbewertungen.
Die Gefahrenhinweiskarten werden seit rund 20 Jahren entwickelt und kontinuierlich fortgeschrieben. Nach einer schrittweisen Erfassung – zunächst im Alpenraum und in der Fränkischen Schweiz, zuletzt auch in weniger exponierten Regionen – liegt nun erstmals eine flächendeckende Datengrundlage für ganz Bayern vor. Unterstützt wurde die abschließende Erhebung unter anderem durch EU-kofinanzierte Projekte.
Die Karten sind online abrufbar und bieten auch standortbezogene Auskünfte zu möglichen Georisiken.