Erfolgreiche Forstkulturen: Austausch wird fortgesetzt

GZ Ausgabe GZ-17-2026 vom 10. September 2026 | Umwelt & Entsorgung
von Redaktion
V. l.: EZG-Vorsitzender Hubert Sailer, LWF-Präsident Dr. Peter Pröbstle und EZG-Geschäftsführer Gerhard Wezel mit klimatoleranten Forstpflanzen.Bild: H. Pollner/LWF
V. l.: EZG-Vorsitzender Hubert Sailer, LWF-Präsident Dr. Peter Pröbstle und EZG-Geschäftsführer Gerhard Wezel mit klimatoleranten Forstpflanzen.Bild: H. Pollner/LWF

LWF und Erzeugergemeinschaft für Qualitätsforstpflanzen - Auf Einladung der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) trafen sich in Freising die Vertreterinnen und Vertreter der Erzeugergemeinschaft für Qualitätsforstpflanzen „Süddeutschland“ e.V. (EZG) zu einem intensiven fachlichen Austausch mit den Waldforschern. Beteiligt waren auch das Amt für Waldgenetik (AWG) und die Bayerischen Staatsforsten (BaySF). Im Mittelpunkt standen der gemeinsame Dialog und die Frage, wie der Wissens- und Erkenntnisaustausch zwischen Forschung, Waldbewirtschaftern und Forstbaumschulen künftig noch weiter verbessert und intensiviert werden kann.

„Beim dringenden Aufbau zukunftsfähiger Wälder müssen wir alle – Wissenschaft, Waldbewirtschaftende und Baumschulen –an einem Strang ziehen“, betonte LWF-Präsident Dr. Peter Pröbstle. „Wo klimastabile Baumarten fehlen, brauchen wir dringend ergänzende Pflanzungen mit geeigneten Baumarten. Dafür müssen wissenschaftliche Erkenntnisse, Pflanzenproduktion und praktische Umsetzung gut aufeinander abgestimmt sein.“

Frühzeitig informieren, besser planen

Forschung, Försterinnen und Förster, Waldbesitzer und Forstpflanzenbetriebe tragen gemeinsam dazu bei, dass aus Empfehlungen erfolgreiche Kulturen und zukunftsfähige Wälder entstehen. Voraussetzung dafür sind geeignetes und herkunftsgesichertes Pflanzgut, eine hohe Pflanzenqualität und eine fachgerechte Pflanzung.

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass der Erfolg einer Forstkultur von der gesamten Prozesskette abhängt – von der Herkunft und Anzucht der Pflanzen über die Vorbereitung der Pflanzflächen und die Lieferung bis zur fachgerechten Pflanzung und weiteren Pflege.

Eine Kette sei dabei nur so stark wie ihre einzelnen Glieder. „Unser gemeinsames Ziel ist nicht nur die Bereitstellung hochwertiger Forstpflanzen, sondern ihr erfolgreicher Anwuchs im Wald“, erklärte der EZG-Vorsitzende Hubert Sailer. „Dafür müssen alle Beteiligten frühzeitig und offen miteinander kommunizieren – von der Auswahl der Pflanzen über die Vorbereitung der Fläche bis zur Pflanzung selbst.“

Das Fachprogramm der Veranstaltung reichte von der aktuellen Wasserversorgung der Waldböden über Kulturflächenvorbereitung und Bodenschutz bis zu Fragen der Waldgenetik und Baumartenwahl im Klimawandel. Dabei wurden sowohl die Möglichkeiten heimischer als auch die Chancen und Risiken nichtheimischer Baumarten betrachtet.

Das Treffen knüpfte inhaltlich eng an den letzten gemeinsamen Austausch im Jahr 2024 an. Nach dem großen Erfolg der letzten beiden Veranstaltungen wurde beschlossen, dass der Fachdialog im ein- bis zweijährlichen Turnus fortgeführt werden soll. Zum nächsten Termin haben die Forstpflanzenerzeuger die Forschenden der LWF bereits in eine Forstbaumschule eingeladen.

Die Erzeugergemeinschaft für Qualitätsforstpflanzen „Süddeutschland“ e. V. (EZG) vernetzt regionale Forstbaumschulen und setzt sich für Qualität und gesicherte Herkunft forstlichen Vermehrungsguts ein. Sie informiert ihre Mitglieder zu Markt- und Anbauthemen und vertritt deren Interessen gegenüber Forstverwaltung, Politik und Wissenschaft.

Redaktion

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