Bezirk Schwaben: Umweltpreis für Naturschutzprojekte

GZ Ausgabe GZ-13-2026 vom 2. Juli 2026 | Umwelt & Entsorgung
von Doris Kirchner
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Der mit jeweils 2.000 Euro dotierte Umweltpreis 2026 des Bezirks Schwaben geht an Initiativen zum Schutz von Bachmuscheln, historischen Obstsorten und Hochmooren. Die Preisträger kommen aus Ottobeuren und Bedernau im Landkreis Unterallgäu sowie aus Immenstadt im Landkreis Oberallgäu. Sie erhalten jeweils ein Preisgeld von 2.000 Euro.

In der Kategorie „Ehrenamtliches Engagement Einzelner oder Gruppen zum Schutz der Schwäbischen Gewässer und deren Bewohner“ wird die Arbeitsgruppe „Bachmuschelbetreuer Unterallgäu“ gewürdigt. Die Gruppe betreut seit 2019 lokale Gewässer und setzt sich für den Erhalt von Bachmuscheln, deren Wirtsfischen sowie der Begleitflora und -fauna ein. Zu ihren Aufgaben gehören außerdem die Kontrolle von Bepflanzung sowie die Beschattung an Bächen und Gräben.

Darüber hinaus retten die Ehrenamtlichen Muscheln vor dem Trockenfallen, etwa wenn durch Biberdämme Wasserstände sinken. Zudem dokumentieren sie die Entwicklung der Bestände. Für die betreuten Gewässer steht jeweils mindestens ein Betreuer bereit. Dadurch kann die Arbeitsgruppe in kritischen Situationen schnell reagieren.

Über den Preis in der Kategorie „Ehrenamtliches Engagement Einzelner oder Gruppen im Klima- bzw. Naturschutz“ dürfen sich die Ortsgruppe Bedernau des Obst- und Gartenbauvereins Breitenbrunn e.V. sowie der Sportverein Bedernau freuen. Gemeinsam engagieren sie sich für den Erhalt historischer Obstsorten und schützen regionale sowie seltene Arten. Mit jeder neu angelegten Streuobstwiese wächst die Vielfalt der Kulturlandschaft im Unterallgäu.

Begleitet wird das Projekt von verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen. Zudem ist eine Publikation geplant, die Geschichten rund um die Obstbäume erzählen soll. Neben dem Sportverein Bedernau beteiligen sich auch der Landschaftspflegeverband Unterallgäu e.V. und das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben an dem Vorhaben.

In der Kategorie „Engagement von Schulen, Schulklassen und ähnlichen Gruppen beim Natur- und Klimaschutz“ wird die 4. Klasse der Königsegg-Grundschule Immenstadt ausgezeichnet. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich für den Schutz des Hochmoors im Schlettermoos im Landkreis Oberallgäu ein. Unter Anleitung des Naturparks Nagelfluhkette entfernen sie Gehölze aus dem Moorgebiet.

Das Hochmoor war zuvor stark verbuscht. Bäume und Sträucher hatten sich ausgebreitet und den Lebensraum beeinträchtigt. Durch die Entbuschungsmaßnahmen kann sich das Moor als Lebensraum für Tiere und Pflanzen wieder erholen. Gleichzeitig lernen die Kinder, welche Bedeutung Moore für den Klima- und Artenschutz haben. Ergänzend bauen die Schüler ein Hochmoor im Kleinformat nach. Auf diese Weise können sie den Lebensraum unmittelbar erleben und die ökologischen Zusammenhänge besser verstehen.

Doris Kirchner

Doris Kirchner, Chefin vom Dienst

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