Bilanz 2025 Sparkasse Ingolstadt Eichstätt: Weiter auf stabilem Wachstumskurs
von Doris Kirchner

Die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt hat das Geschäftsjahr 2025 trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten mit einem Wachstum in nahezu allen zentralen Geschäftsbereichen abgeschlossen. Sowohl das Kreditgeschäft als auch die Vermögensanlage entwickelten sich positiv. Zudem kündigte das Kreditinstitut an, sein gesellschaftliches Engagement in der Region in den kommenden Jahren deutlich auszubauen.
Wie das Institut bei der Vorstellung seiner Jahresbilanz mitteilte, stieg das gesamte Kundengeschäftsvolumen um drei Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. Rund 140.000 Kundinnen und Kunden werden derzeit an 28 Standorten betreut. Mehr als 350 Beraterinnen und Berater sind im Geschäftsgebiet tätig.
„2025 war trotz gesamtwirtschaftlicher Herausforderungen ein gutes Jahr für uns, weil wir unserer Rolle als Stabilitätsanker im Kundengeschäft gerecht werden und die strategische Entwicklung unseres Hauses weitertreiben konnten“, erklärte Vorstandsvorsitzender Reinhard Dirr.
Bilanzgewinn auf Vorjahresniveau
Die Bilanzsumme erhöhte sich im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 7,05 Milliarden Euro. Der Bilanzgewinn blieb mit 15 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig konnte das Eigenkapital um drei Prozent auf mehr als 1,08 Milliarden Euro gesteigert werden. Mit dieser Entwicklung stärkt die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt ihre finanzielle Basis und schafft nach eigenen Angaben die Voraussetzungen für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren.
Besonders dynamisch entwickelte sich das Kreditgeschäft. Im Jahr 2025 wurden neue Darlehen in Höhe von insgesamt 1,06 Milliarden Euro zugesagt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 37 Prozent. Fast die Hälfte davon – 496 Millionen Euro – entfiel auf den Wohnungsbau.
Der gesamte Kreditbestand erhöhte sich zum Jahresende 2025 auf 5,2 Milliarden Euro und lag damit 3,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Nach Angaben des Instituts waren vor allem Finanzierungen im Wohnungsbau, bei energetischen Sanierungen sowie Investitionen von Unternehmen in Digitalisierung und Transformationsprozesse gefragt.
Auch bei der Vermögensanlage ist die Entwicklung positiv. Erstmals wurden zwei eigene Fonds aufgelegt, deren gemeinsames Volumen zum Jahresende 55 Millionen Euro betrug. Darüber hinaus investierten Kundinnen und Kunden weitere 211 Millionen Euro über Sparpläne und Einmalanlagen in Investmentfonds. Der gesamte Wertpapierbestand erhöhte sich dadurch von 2,0 auf 2,3 Milliarden Euro. „Unsere Kundinnen und Kunden investieren zunehmend langfristig und breit gestreut. Fonds und ETFs bleiben stark gefragt“, erläuterte Vorstandsmitglied Karl-Heinz Schlamp.
Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen wuchsen im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro an. Die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt verwies dabei auf die Sicherungssysteme der Sparkassen-Finanzgruppe, die über die gesetzliche Einlagensicherung hinausgehen.
Bezahlsystem Wero
Auf neue Angebote setzt das Institut zudem im Zahlungsverkehr. Seit dem vergangenen Jahr steht den Kunden das europäische Bezahlsystem Wero zur Verfügung. Damit sollen digitale Zahlungen innerhalb Europas einfacher und unabhängiger von internationalen Anbietern abgewickelt werden.
Ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftspolitik bleibt das gesellschaftliche Engagement in der Region. Insgesamt unterstützte die Sparkasse im Jahr 2025 rund 800 Vereine, Initiativen und Institutionen mit 3,5 Millionen Euro. Gefördert wurden unter anderem Feuerwehrfeste, Projekte zur Jugendarbeit in Vereinen, schulische Aktivitäten sowie kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen wie das Ingolstädter Kammerorchester.
Die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt kündigte überdies an, ihr Engagement in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Für die Jahre 2026 bis 2028 sollen zusätzlich jeweils eine Million Euro für regionale Projekte und Fördermaßnahmen bereitgestellt werden.
Persönliche Beratung bleibt
Parallel zum Ausbau digitaler Angebote will das Institut auch künftig auf persönliche Beratung setzen. Viele Serviceleistungen werden mittlerweile online angeboten, gleichzeitig sieht das Institut den direkten Kontakt insbesondere bei komplexen Finanzfragen als wichtigen Bestandteil seines Geschäftsmodells. „Gerade bei komplexen Fragestellungen bleiben wir als Experten und Persönlichkeiten entscheidend“, unterstrich Schlamp. Persönliche und vertrauensvolle Kundenbeziehungen seien auch künftig ein zentrales Element der Unternehmensstrategie.
Für das laufende Jahr bleibt der Ausblick angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten verhalten. Konkrete Prognosen sind nach Angaben des Instituts derzeit nur eingeschränkt möglich. Man wolle die Entwicklungen an den Märkten weiterhin eng begleiten und Unternehmen sowie Privatkunden als Finanzierungspartner zur Seite stehen. „Unser Ziel ist es, weiterhin Stabilität zu geben, Investitionen zu ermöglichen und die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsgebiet aktiv zu fördern“, hoben Dirr und Schlamp hervor.