Jahresabschluss 2025 mit Rekordverzinsung – Hans-Peter Mayer neuer Verwaltungsratsvorsitzender Bayerischer Versorgungsverband trotzt schwierigen Rahmenbedingungen
von Redaktion

Der Bayerische Versorgungsverband (BVK Beamtenversorgung) hat das Geschäftsjahr 2025 trotz eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Der Verwaltungsrat nahm den Jahresabschluss Mitte Juli 2026 zustimmend zur Kenntnis, entlastete die Geschäftsführung und genehmigte zugleich den Wirtschaftsplan für das Jahr 2027.
Besonders erfreulich entwickelte sich die Kapitalanlage: Das Anlagevolumen stieg um 74,6 Millionen Euro auf insgesamt 1,757 Milliarden Euro. Mit einer Nettoverzinsung von 4,2 Prozent erzielte der Versorgungsverband den höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre. Gleichzeitig konnten die Verwaltungskosten um 5,9 Prozent auf 20,2 Millionen Euro gesenkt werden. Die Umlageeinnahmen erhöhten sich um 6,8 Prozent auf 677,9 Millionen Euro.
Neuer Vorsitz nach Kommunalwahl
Die erste Sitzung des Verwaltungsrats nach den bayerischen Kommunalwahlen im Frühjahr 2026 war zugleich von einem personellen Neuanfang geprägt. Mehrere Mitglieder schieden aus dem Gremium aus und wurden neu berufen.
Zum neuen Vorsitzenden des Verwaltungsrats wählten die Mitglieder Hans-Peter Mayer, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Gemeindetags. Er folgt auf Bernd Buckenhofer, der im März in den Ruhestand getreten war. Erster stellvertretender Vorsitzender ist künftig Johann Kronauer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bayerischen Städtetags. Andrea Degl, geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Landkreistags, bleibt zweite stellvertretende Vorsitzende.
Finanzielle Stabilität gesichert
Die solide Entwicklung ermöglicht es, den Umlagesatz für den Deckungsabschnitt 2026 bis 2030 unverändert bei 39,9 Prozent zu belassen. Gleichzeitig wuchs die Schwankungsrückstellung um acht Prozent auf 1,556 Milliarden Euro. Der Gesamtbestand der Rücklagen belief sich zum Jahresende 2025 auf 1,808 Milliarden Euro. Damit verfügt der Bayerische Versorgungsverband weiterhin über eine stabile finanzielle Basis.
Mehr Versorgungsleistungen
Die Zahl der Versorgungsfälle erhöhte sich im vergangenen Jahr auf 17.346. Insgesamt wurden Versorgungsleistungen von rund 810 Millionen Euro ausgezahlt, davon 637 Millionen Euro an Umlagemitglieder und 173 Millionen Euro an Servicemitglieder. Während die Zahl der Mitglieder und der gemeldeten Dienstkräfte weitgehend konstant blieb, stiegen die Umlageeinnahmen vor allem aufgrund der Besoldungsanpassung für Bayerns Beamtinnen und Beamte.
Servicegeschäft wächst weiter
Positiv entwickelte sich auch das Servicegeschäft des Versorgungsverbands. Mit den Städten Regensburg und Augsburg konnten im Herbst 2025 zwei weitere große Kommunen als Servicemitglieder gewonnen werden. Seit Anfang 2026 betreut der Verband für Regensburg rund 850 Versorgungsfälle. Für Augsburg übernimmt er sämtliche neu entstehenden Versorgungsfälle.
Größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands
Die Bayerische Versorgungskammer, zu der der Bayerische Versorgungsverband gehört, ist das größte öffentlich-rechtliche Versorgungszentrum Deutschlands. Sie verwaltet die Geschäfte von zwölf rechtlich selbstständigen Altersversorgungseinrichtungen mit rund 2,8 Millionen Versicherten und Versorgungsempfängern. Das Kapitalanlagevolumen beträgt derzeit rund 122 Milliarden Euro, jährlich werden rund 4,8 Milliarden Euro an Renten und Versorgungsleistungen ausgezahlt. Rund 1.720 Beschäftigte arbeiten für die Versorgungskammer. Sie engagiert sich zudem seit vielen Jahren für Nachhaltigkeit, verantwortungsvolle Kapitalanlage und Chancengleichheit.