Stahlwasserbau Beeskow GmbH: Fortlaufende Sanierung der Schleuse Kleinmachnow

GZ Ausgabe GZ-20-2026 vom 22. Oktober 2026 | Energie
von Redaktion
Luftbild
Schleusenanlage Kleinmachnow.Bild: Stahlwasserbau Beeskow GmbH

Bereits seit über 30 Jahren ist das Unternehmen SWB Stahlwasserbau Beeskow GmbH bei vielen Projekten in ganz Deutschland im Bereich Stahlwasserbau beteiligt. „Wir steuern Wasser – zum Nutzen von Menschen und Umwelt“ ist dabei das Leitbild des Unternehmens. Mit über 100 Mitarbeitern am Standort in Beeskow und zusätzlichen Schwesterfirmen im Firmenverbund werden alle erforderlichen Arbeiten von Neubau oder Sanierung, Konstruktion und Fertigung, Farbgebung, Montage & Wartung aus einer Hand abgebildet. Auch viele öffentliche Auftraggeber schätzen den Qualitätsanspruch des Unternehmens, das sich auch durch viele Zertifikate und ein QM-System auszeichnet.

Ein schon seit Jahren anhaltendes Projekt ist die fortlaufende Sanierung der Schleuse Kleinmachnow am Teltowkanal in Brandenburg-Berlin. Die Schleusenanlage von 1906 ist eine unter Denkmalschutz stehende Sehenswürdigkeit. Zuständig für den Betrieb und die Unterhaltung ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel.

Historisches Bauwerk

Der rund 38 km lange Teltowkanal wurde zwischen 1901 und 1906 auf Initiative des Landrates des Kreises Teltow erbaut und von Kaiser Wilhelm II. eröffnet. Als Bundeswasserstraße verläuft der Kanal durch die Bundesländer Berlin und Brandenburg und bildet heute teilweise ihre Landesgrenze. Der Höhenunterschied zwischen dem Wasserspiegel der mittleren Spree und der Potsdamer Havel wird dank dieser einzigen Schleuse des Teltowkanals überwunden. Sie trennt die Spree- von der Havelhaltung und besorgt den Abstieg der Schiffe von Ost nach West bzw. den Aufstieg von West nach Ost bei einer mittleren Fallhöhe von 2,74 Metern.

Die Schleuse Kleinmachnow besteht aus einer Nordkammer mit 85 m Nutzungslänge und 12 m Breite sowie einer Mittel- und Südkammer mit momentan 65 m Länge und 12 m Breite. Die Südkammer des Schleusenbauwerks ist momentan nicht nutzbar.

Logistische Herausforderung

Projektleiter Robert Müller-Jurisch von der Stahlwasserbau Beeskow GmbH beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit diesem historischen Bauwerk. Im jetzigen Sanierungsprojekt ist eine Grundinstandsetzung der Nordkammer mit Massivbau, Stahlwasserbau und sonstigen Arbeiten durchzuführen. Hierbei sind viele Details des Denkmalschutzes zu beachten. „Unser Team muss hier unter einem engen Zeitplan zahlreiche Neubau- und Sanierungsarbeiten an den Häuptern und der Kammer vornehmen. Das erfordert genaue Absprachen mit allen Beteiligten. Der Platz vor Ort ist begrenzt, logistisch ist das alles eine große Herausforderung“.

Strenger Zeitplan

Ebenso Bestandteil der Arbeiten ist die Komplettsanierung des Ober- und des Unterhauptes. Dabei stehen viele Detailarbeiten an: Planung und Entwurf der Rissverpressung, Ausführung der Rissverpressung mittels Injektionen, Reparatur und Sanierung an der Klinkervorsatzschalung, Fugensanierung, Einbau von Kantenschutzwinkeln und vieles mehr. Neben den Arbeiten vor Ort ist ein weiteres großes Team in der 4.500 qm großen Produktionshalle in Beeskow mit dem Neubau der Stemmtore (UT-NK) sowie dem Neubau des Klapptores (OT-NK) beschäftigt. Auch hier muss ein strenger Zeitplan eingehalten werden, um später termingerecht auf die Baustelle zu liefern und wieder einzubauen.

Geschäftsführer Stefan Rußig ist nicht nur bei diesem Projekt mit seinen Mitarbeitern sehr zufrieden. „Wir haben uns im Laufe der Unternehmensgeschichte in diesem Marktsegment eine hohe Kompetenz erarbeitet. Das zeigt die stetig wachsende Anzahl an zufriedenen Kunden sowie viele Anfragen für Spezialprojekte. Besonders unsere langjährigen Mitarbeiter haben einen Wissensschatz, der uns bei solchen Arbeiten richtig hilft. Dazu bilden wir permanent aus (aktuell 16 Auszubildende und Studenten), um auch für den erforderlichen Nachwuchs zu sorgen und engagieren uns sozial stark in der Region“.

So verfügt das Unternehmen aus Beeskow auch in diesem Jahr über einen hohen Auftragseingang mit zahlreichen weiteren Wasserbauprojekten. „Wir planen jetzt schon konkret für das Jahr 2027 zahlreiche Baustellen und investieren parallel in neue Anlagen und Maschinen in unseren beiden großen Produktionshallen in Beeskow. Unser gesamtes Unternehmen ist für die Zukunft gut aufgestellt und wir freuen uns sehr über die Zufriedenheit unserer Kunden und Auftraggeber“.

Die Firma aus Beeskow ist eben ein typisches deutsches Mittelstandsunternehmen. Spezialisiert, flexibel und Innovationsfreudig, leistungsstark über viele Ebenen und immer offen für neue herausfordernde Aufgaben.

Redaktion

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