C.A.R.M.E.N.-Symposium in Straubing: Wärmewende gelingt vor Ort

GZ Ausgabe GZ-14-2026 vom 16. Juli 2026 | Energie
von Redaktion
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V.l. Hubert Aiwanger (bayerischer Wirtschaftsminister), Heiko Tröger (Bürgermeister Röslau), Wolfgang Schubert (Schubert Energie GbR), Michael Stumpe (SPCTRM Engineering GmbH), Stefan Webhofer (Kommunalunternehmen Oberes Egertal) und Michaela Kaniber (bayerische Landwirtschaftsministerin). Bild: C.A.R.M.E.N. e.V.

Biogasbasiertes Wärmenetz der Gemeinde Röslau mit dem Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe ausgezeichnet - Gleich mehrere Anlässe prägten den Staatsempfang im Rahmen des diesjährigen C.A.R.M.E.N.-Symposiums in Straubing: die Verleihung des Förderpreises Nachwachsende Rohstoffe 2025, des Ernst-Pelz-Preises 2025 sowie das 25-jährige Bestehen des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe, kurz KoNaRo.

Besonders aus kommunaler Sicht stach der Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe hervor. Ausgezeichnet wurden die SPCTRM Engineering GmbH, die Gemeinde Röslau, die Schubert Energie GbR und das gemeinsame Kommunalunternehmen „Oberes Egertal“ für das Projekt „Wärmenetz Röslau“. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger würdigte das Vorhaben als „Modell mit Vorbildcharakter weit über die Region hinaus“.

Das Wärmenetz basiert auf Biogas aus regionaler Landwirtschaft und verbindet kommunale Planung, privatwirtschaftliches Engagement und vorhandene Infrastruktur. Projektleiter Michael Stumpe hob bei der Preisübergabe besonders die abgestimmte Umsetzung hervor, bei der „ein Rad in das andere greift“. Bürgermeister Heiko Tröger verwies auf die breite Akzeptanz in der Bevölkerung – ein entscheidender Faktor für kommunale Energieprojekte, die nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich funktionieren müssen.

Aiwanger betonte in seinem Grußwort das große Potenzial nachwachsender Rohstoffe für Wirtschaftlichkeit, regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit. Das KoNaRo in Straubing begleite die gesamte Wertschöpfungskette „von der Pflanze auf dem Feld bis zum marktfähigen Produkt“ und habe sich in den vergangenen 25 Jahren zu einem international anerkannten Innovationsstandort entwickelt.

Mit dem Ernst-Pelz-Preis 2025 wurden die VAUDE Sport GmbH & Co. KG und die UPM Biochemicals Sales GmbH ausgezeichnet. Gemeinsam entwickelten sie die weltweit erste Fleecejacke auf Holzbasis. UPM setzt dabei auf lokales, zertifiziertes Buchenholz, das in einer Bioraffinerie in Leuna zu biochemischen Produkten verarbeitet wird. Für VAUDE steht dabei neben Innovation auch Transparenz in der Rohstoffgewinnung im Mittelpunkt. Das Projekt zeigt, welches Potenzial in der Verbindung von Forschung, industrieller Anwendung und heimischen Rohstoffen steckt.

25 Jahre KoNaRo

Auch das 25-jährige Bestehen des KoNaRo wurde im Straubinger Herzogschloss gefeiert. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hob die besondere Stellung des Standorts hervor: Straubing sei weit mehr als ein Standort, sondern ein Ort, an dem Ideen wachsen, Innovationen erprobt und Forschung in Anwendung gebracht werde. Nirgendwo sonst in Europa finde man eine solche Dichte an Kompetenz, Forschung, Information und Praxis rund um nachwachsende Rohstoffe.

Das KoNaRo bündelt seit 2001 die bayernweiten Aktivitäten rund um Biomasse und nachwachsende Rohstoffe. Zu seinen drei Säulen gehören C.A.R.M.E.N. e.V., das Technologie- und Förderzentrum sowie der TUM Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit. Der Standort ist nicht nur Forschungs- und Wissenszentrum, sondern auch Impulsgeber für die praktische Umsetzung der Energie- und Rohstoffwende vor Ort.

Redaktion

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