Bayerisches Landesamt für Statistik: Erstmals weniger Kinder in Bayerns Kitas

GZ Ausgabe GZ-19-2026 vom 8. Oktober 2026 | Bildung, Betreuung & Gesundheit
von Redaktion
Sonniger, leerer Kindergartenraum mit Spielzeug
Bild: KI-generiert mit ChatGPT_OpenAI

Schweinfurt. Die Zahl der in Kindertageseinrichtungen betreuten Kinder ist in Bayern erstmals gesunken. Gleichzeitig wächst das Platzangebot weiter. Auch in der öffentlich geförderten Kindertagespflege setzt sich der Rückgang fort.

Zum 1. März 2026 wurden in den 10.541 Kindertageseinrichtungen im Freistaat insgesamt 652.861 Kinder betreut. Das waren nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik 0,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, als noch 658.326 Kinder eine Einrichtung besuchten. Damit ging die Zahl der betreuten Kinder erstmals zurück.

Betreuungsangebot wurde weiter ausgebaut

Bereits in den vergangenen Jahren hatte sich das Wachstum kontinuierlich abgeschwächt. Nach einem Plus von 3,2 Prozent im Jahr 2022 waren es 2023 noch 2,6 Prozent, 2024 1,4 Prozent und 2025 lediglich 0,6 Prozent.

Das Betreuungsangebot wurde unterdessen weiter ausgebaut. Zum Stichtag gab es in Bayern 10.541 Kindertageseinrichtungen und damit 30 mehr als im Vorjahr. Insgesamt standen 772.325 Plätze zur Verfügung – 8.025 beziehungsweise ein Prozent mehr als im März 2025.

Auch die Betreuungsquoten entwickelten sich unterschiedlich: Bei den unter Dreijährigen sank der Anteil der betreuten Kinder binnen eines Jahres von 33,8 auf 33,3 Prozent. Bei den Drei- bis unter Sechsjährigen stieg er dagegen leicht auf 94,9 Prozent.

Deutlich rückläufig ist weiterhin die öffentlich geförderte Kindertagespflege. Dort wurden zum 1. März noch 10.804 Kinder betreut, 9,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Mehr Teilzeit beim Kita-Personal

In den Kindertageseinrichtungen waren zum Stichtag insgesamt 155.086 Menschen beschäftigt. Davon arbeiteten 128.521 im pädagogischen Bereich und damit unmittelbar in der Betreuung der Kinder.

Umgerechnet auf Vollzeitstellen entsprach das pädagogische Personal 94.717 Vollzeitäquivalenten. Die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre deutet auf eine wachsende Bedeutung von Teilzeitbeschäftigung hin: Während die Zahl der pädagogisch Beschäftigten in diesem Zeitraum um 48,6 Prozent zunahm, stieg die Zahl der Vollzeitäquivalente lediglich um 43,6 Prozent.

Redaktion

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