INTERFORST 2026 wächst und setzt auf Praxisformate

GZ Ausgabe GZ-19-2026 vom 8. Oktober 2026 | Bauhof, Kommunaltechnik
von Redaktion
Bild einer Forstmaschiene in Aktion
Auf der Interforst. Bild: Messe München

Alois Rainer, Bundeslandwirtschaftsminister, und Michaela Kaniber, Bayerns Landwirtschaftsministerin, eröffnen INTERFORST - Vom 15. bis 18. Oktober 2026 bringt die INTERFORST in München zentrale Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen. Unter dem Motto „Gemeinsam Wald gestalten, Vielfalt nutzen, Zukunft sichern“ stehen die vier Leitthemen Gesunder Zukunftswald, Fokus Mensch, Forsttechnik auf neuen Wegen sowie Digitalisierung Forst & Holz im Mittelpunkt.

An den vier Messetagen präsentieren 400 Aussteller ihre verschiedenen Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Forstwirtschaft. Darunter befinden sich Unternehmen wie OCELL, Kaiser, LIECO, Husqvarna, ATMOS, Stefan Ebert und Kubota. Der Anteil internationaler Aussteller beträgt 41 Prozent. Das entspricht einer Steigerung von sieben Prozent im Vergleich zur Vorveranstaltung im Jahr 2022, gleichzeitig wächst die Gesamtzahl der Aussteller um 14 Prozent.

Entsprechend optimistisch blickt Projektleiterin Petra Hess auf die anstehende Messe: „Die positive Entwicklung bei Ausstellern und internationaler Beteiligung zeigt, dass die INTERFORST für die Branche genau zum richtigen Zeitpunkt kommt. Forstwirtschaft und Forsttechnik stehen vor großen Aufgaben – umso wichtiger ist eine Plattform, auf der Lösungen, Innovationen und Praxiserfahrung so zusammenkommen, dass gemeinsam die Zukunft der Branche gestaltet werden kann.“

Innovationen auf der INTERFORST 2026

Die Innovationen auf der INTERFORST 2026 zeigen, wohin sich die Forsttechnik entwickelt: Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die den Arbeitsalltag erleichtern, Ressourcen schonen und Prozesse effizienter machen. Dazu zählen neue Antriebs- und Energiekonzepte wie bei Balfor ebenso wie Materialien und Produkte, die kunststoffbasierte Anwendungen im Wald ersetzen können – etwa bei Buck und Feldbacher.

Weitere Beispiele reichen von KI-gestützten Anwendungen und digitalen Plattformen über optimierte Maschinenkomponenten bis zu Service-Lösungen. Ansätze aus der Kran- und Erntetechnik von MESERA und KOPA sowie von Schmitter Hydraulik verdeutlichen, dass Fortschritt in der Forstbranche häufig in praxisnahen Weiterentwicklungen liegt: Maschinen werden effizienter, Ausfallzeiten reduziert und Arbeitsprozesse im Wald besser unterstützt.

Erstmals Aktions- und Vorführflächen entlang der Wertschöpfungskette

Zu den wichtigsten Neuerungen der INTERFORST 2026 zählen Vorführ- und Aktionsflächen im Freigelände. Auf den Vorführflächen haben Aussteller die Möglichkeit, direkt neben dem Messestand ihre neuesten Fahrzeuge und Maschinen live zu demonstrieren. Insgesamt beteiligen sich 44 Unternehmen am Angebot der zusätzlichen Ausstellungsfläche. Hierzu zählen Reil & Eichinger, Sennebogen, Haas Nutzfahrzeuge und Kesla.

Auf den neuen Aktionsflächen werden zentrale Prozesse der Forstwirtschaft praktisch gezeigt: EPSILON demonstriert Arbeitsabläufe im Holztransport, Wahlers die digitale Vernetzung in der hochmechanisierten Holzernte und Unterreiner Forstgeräte die Wertschöpfungskette Brennholz – vom Holzrücken über Sägen und Spalten bis zur energetischen Nutzung.

Rahmenprogramm: Wissen, Technik, Austausch

Das begleitende Rahmenprogramm transportiert die vier Leitthemen der INTERFORST in verschiedenen Formaten. Im Kongress spricht unter anderem Joachim Hamberger, Leiter Bayerisches Amt für Waldgenetik, am ersten Messetag über Lösungen für klimastabile Zukunftswälder (Donnerstag, 15. Oktober, 13:15 – 13:45 Uhr, Halle B6).

Ebenfalls am ersten Messetag stellt Veronika Rappai, österreichische Bundesforste, nachhaltiges Personalmanagement in der Forstwirtschaft vor (Donnerstag, 15. Oktober, 15:15 – 15:45 Uhr, Halle B6).

Am zweiten Messetag stehen Forsttechnik und Digitalisierung im Mittelpunkt. Juha Inberg von Ponsse stellt Trends in der Forstwirtschaft vor (Freitag, 16. Oktober, 10:15 – 10:45 Uhr, Halle B6).

Welche Möglichkeiten Künstliche Intelligenz in der Forstwirtschaft bieten, erläutert Ludwig Graf Douglas, TimberTom (Freitag, 16. Oktober, 12:45 – 13:15 Uhr, Halle B6). Darüber hinaus behandelt das Forenprogramm (Freitagnachmittag bis Sonntag – Halle B6) verschiedene Themen wie „CO2-Bilanz der Holzbereitstellung“, „Fachkunde im Forst – Motorsägenarbeit“, „KI in der Forstwirtschaft – eine Revolution“ sowie „Zwischen Bäumen und Tradition: Frauen im Forstbereich“.

Sonderschauen und Berufswettbewerbe

Sonderschauen und Wettbewerbe ergänzen das Programm: Die Sonderschau „Gemeinsam Wald gestalten“ greift zentrale Zukunftsfragen des Waldes auf, während die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) auf dem Freigelände Sicherheit, Gesundheit und verantwortungsvolles Arbeiten in den Mittelpunkt stellt. Forsttechnik in Aktion bieten der Berufswettbewerb der Bayerischen Staatsforsten und STIHL TIMBERSPORTS®.

Hoher Besuch

Die offizielle Eröffnung der Internationalen Leitmesse für Forstwirtschaft und Forsttechnik erfolgt durch Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, und Michaela Kaniber, bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Tourismus. Anschließend nehmen Alois Rainer und Michaela Kaniber ebenfalls am gemeinsamen Eröffnungstalk mit Bernhard Breitsameter, Präsident Bayerischer Waldbesitzerverband, teil. Ebenso wird der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die INTERFORST 2026 am ersten Messetag besuchen. Weitere Informationen: interforst.com

Redaktion

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