Resilienz und Innovation

GZ Ausgabe GZ-9-2026 vom 30. April 2026 | Infrastruktur & Technik
von Redaktion
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Die Politik zu Gast bei der Fachtagung Wasser 2026 des VBEW: Thorsten Glauber (Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, m.), Heiko Peckmann, (Geschäftsführer Stadtwerke Rosenheim, l.) und Marian Rappl (Hauptgeschäftsführer VBEW). Bild: VBEW

Die bayerische Wasserwirtschaft diskutiert die Zukunft der Versorgung in Rosenheim - Über 100 Teilnehmende aus Wasserversorgung, Politik, Wissenschaft und Verwaltung folgten der Einladung des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) zur diesjährigen Fachtagung Wasser in Rosenheim. Die Veranstaltung stand im Zeichen wachsender Herausforderungen: Klimawandel, Extremwetter, steigender Ressourcenbedarf und zunehmende Anforderungen an die Sicherheit Kritischer Infrastrukturen. „Die Sicherstellung einer zuverlässigen Wasserversorgung gehört zu den größten Zukunftsaufgaben“, betonte Marian Rappl, Hauptgeschäftsführer des VBEW, in seiner Eröffnung. „Die Tagung zeigt, wie wichtig Zusammenarbeit, Innovation und ein gemeinsames Verständnis der Risiken sind, um die Wasserversorgung in Bayern langfristig resilient und zukunftssicher zu gestalten.“

Zum Auftakt betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber: „Das novellierte Wassergesetz ist das richtige Instrument, um die Wasserversorgung in Bayern fit für die Zukunft zu machen. Das Wasserpaket stärkt die öffentliche Trinkwasserversorgung, verbessert den Hochwasserschutz und vereinfacht und digitalisiert die Verwaltungsverfahren. Der Wassercent ist ein Meilenstein für die Wasserwirtschaft in Bayern. Er gibt unserem wichtigsten Lebensmittel einen Wert. Das soll zu einem möglichst schonenden Umgang beitragen. Der Wassercent wird unbürokratisch sein. Die Einnahmen werden zweckgebunden für Maßnahmen zum Wasserschutz und für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung verwendet. Moderne Wasserpolitik kann nur im Schulterschluss zwischen Kommunen, Versorgern und Staat gelingen.“

Im Anschluss diskutierten Abgeordnete von CSU, Freien Wählern und Bündnis 90/Die Grünen über die Frage: Wie gelingt die Wasserwende in Bayern – und welche Rolle spielen Resilienz, Finanzierung und Klimaanpassung? Hier stand vor allem die Einführung des Wasserentnahmeentgelts im Mittelpunkt. Vertreterinnen und Vertreter der Wasserwirtschaft kritisierten erneut die fehlende gesetzliche Messverpflichtung sowie die vorgesehene Freibetragsregelung, die aus Sicht der Branche zu Ungleichbehandlungen führt und den Zweck der Lenkungswirkung weiter abschwächt. Zudem forderten sie, die Wasserwirtschaft eng in die Ausgestaltung der Zweckbindung einzubeziehen, um sicherzustellen, dass die Einnahmen zielgerichtet in die Stärkung der öffentlichen Wasserversorgung fließen.

Für eine zukunftsfähige Wasserversorgung

Der zweite Tag widmete sich den zentralen technischen und organisatorischen Herausforderungen für die Wasserversorgung in Zeiten des Wandels: Trinkwasserversorgung im Klimawandel, intelligente Anpassungsmaßnahmen, die Nutzung von Synergien und die Steigerung der Resilienz.

Mit zahlreichen Praxisbeispielen, innovativen Projekten und intensiven Diskussionen bot die Tagung erneut eine Plattform für Austausch und Vernetzung. Marian Rappl zog ein positives Fazit: „Die bayerische Wasserwirtschaft stellt sich entschlossen den Herausforderungen – mit technischer Innovation, guter Zusammenarbeit und klarer strategischer Orientierung. Unsere Fachtagung bleibt ein zentraler Treffpunkt, um gemeinsam Wissen zu teilen, Probleme zu lösen und die Zukunft der Wasserversorgung aktiv zu gestalten.“

Hintergrund

Der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (VBEW) ist das Sprachrohr der bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft, deren moderne und innovative Unternehmen für verlässliche und nachhaltige Daseinsvorsorge stehen. Gemeinsam schaffen wir die Rahmenbedingungen und die Akzeptanz für die Energie- und Wasserwende. Von Menschen für Menschen.

Der VBEW repräsentiert mit seinen rund 400 Mitgliedsunternehmen die bayerische Strom-, Gas-, Fernwärme-, Wasser- und Abwasserwirtschaft. Als Interessenvertretung vertritt er gemeinsame Anliegen der Mitgliedsunternehmen und ihrer Kunden gegenüber Politik, Wirtschaft, Verwaltung sowie in der Öffentlichkeit. Ziel ist es, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche, zukunftsorientierte, nachhaltige und verbraucherfreundliche Energie- und Wasserversorgung zu schaffen. Zu den Mitgliedern zählen kleine und mittlere, kommunale, private und genossenschaftliche Energie- und Wasserversorgungsunternehmen ebenso wie Konzernunternehmen.

Redaktion

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