Zu Gast bei Alfred Holzner, Erster Bürgermeister der Stadt Rottenburg a.d.Laaber
von Constanze von Hassel

Welche Kommune und wie viele Einwohner vertreten Sie?
Stadt Rottenburg a.d.Laaber, rund 8.700 Einwohner.
Wann haben Sie Ihr Amt angetreten und sind Sie hauptamtlich oder ehrenamtlich tätig?
Seit 01.05.2008; hauptamtlicher Bürgermeister.
Welchem Beruf sind Sie vor Amtsantritt nachgegangen bzw. üben Sie diesen nach wie vor aus?
Berufssoldat im Personalbereich mit Führungsverantwortung für ca. 100 Soldaten und zivile Mitarbeiter.
Was war Ihr persönlicher Anreiz in die Kommunalpolitik zu gehen?
Die Möglichkeit unsere Heimat mitzugestalten.
Wie haben Sie sich vorbereitet?
Ich war bereits sechs Jahre im Stadtrat, davon drei als 3. Bürgermeister. Außerdem besuchte ich in meiner Anfangszeit verschiedene Fachseminare.
Wo lagen bei Ihrem Amtsantritt die Herausforderungen?
Nachnutzung eines ehemaligen Kasernenareals, Bereitstellung von Grundstücken im Industriegebiet, Stadtsanierung, Neugestaltung des Busbahnhofes, Bau von Radwegen.
Welche Themen beschäftigen Sie momentan?
Die Ausweisung von Windvorranggebieten durch den Regionalen Planungsverband, verschiedene Baumaßnahmen, wie die Erweiterung der Kinderkrippe, Neubau von zwei Feuerwehrhäusern, sowie der Breitbandausbau. Außerdem die Umsetzung von Maßnahmen aus dem ISEK im Ortskern.
Womit werden Sie sich noch auseinandersetzen müssen/wollen?
Das Thema Energie wird die nächsten Jahre mehr Raum bei den Kommunen einnehmen, ebenso wie die Folgen des demografischen Wandels und Änderungen unserer gesellschaftlichen Strukturen.
Haben Sie einen wichtigen Ratschlag für junge Kolleginnen und Kollegen?
Ehrlichkeit und Geradlinigkeit sollten deine ständigen Begleiter sein.
Wie beziehen Sie Kolleginnen und Kollegen / Bürgerinnen und Bürger / Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ihre Arbeit und in Ihre Entscheidungsfindung ein?
Ein regelmäßiger Informationsaustausch und intensive Gespräche im Vorfeld sind wichtig. Bei den Bürgern versuchen wir über die Nutzung verschiedener Kanäle wie Homepage, monatliches Infoblatt, Presse oder in den zwölf Bürgerversammlungen jährlich den Informationsfluss sicherzustellen.
Wieviel Einfluss wird die Digitalisierung auf die künftige Kommunalpolitik haben?
Deutlich mehr als in der Vergangenheit. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist dieser Weg und auch die Nutzung von KI unumgänglich.
Gibt es ein Lebensmotto, das Sie begleitet?
Eigentlich nicht, wenn dann der alte Spruch: „Einem jeden Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann.“
Wie wollen Sie in Erinnerung bleiben?
Als Mensch, dem die Gestaltung seiner Heimat sehr am Herzen lag.