Folge 13: Desirée von Bohlen und Halbach | Wenn Demenz die Familie trifft Warum Angehörige Unterstützung brauchen

GZ Ausgabe GZ-5-2026 vom 26. Februar 2026 | Podcast „Das gute Beispiel“
von Redaktion

Um sich den Podcast hier anzeigen zu lassen, müssen Sie der Verwendung von externen Medien zustimmen. Alternativ finden Sie den Podcast auch direkt bei Spotify.

Desirée von Bohlen und Halbach im Gespräch mit Michael von Hassel – Demenz ist eine medizinische Diagnose und zugleich eine gesellschaftliche Aufgabe. In der neuen Folge des GZ-Podcasts „Das GUTE Beispiel“ spricht Michael von Hassel mit Desirée von Bohlen und Halbach über ihren Verein Desideria, der sich konsequent auf jene konzentriert, die im System oft „mitlaufen“: pflegende Angehörige.

Demenz ist eine medizinische Diagnose und zugleich eine gesellschaftliche Aufgabe. In der neuen Folge des GZ-Podcasts „Das GUTE Beispiel“ spricht Michael von Hassel mit Desirée von Bohlen und Halbach über ihren Verein Desideria, der sich konsequent auf jene konzentriert, die im System oft „mitlaufen“: pflegende Angehörige.

Eine Demenz-Erkrankung verändert das gesamte Umfeld, und zwar organisatorisch, emotional und finanziell. Mehr als 80 Prozent der Menschen mit Demenz werden zuhause versorgt, erklärt von Bohlen und Halbach und damit tragen Familien, Partner, Kinder, aber auch Freunde oder Nachbarn einen Großteil der Last. Häufig kommt zur Überforderung noch Scham hinzu: Viele ziehen sich zurück, statt frühzeitig Hilfe zu suchen.

Desideria setzt auf niederschwellige, professionelle Begleitung: Beratung, Einzelcoachings und ein strukturiertes Angehörigen-Programm in festen Gruppen – online, um Menschen auf dem Land, zu Randzeiten oder in akuten Belastungsphasen überhaupt zu erreichen. Ein wichtiger Punkt für Kommunen: Hilfe muss sichtbar sein und dort stattfinden, wo Alltag ist. Von der Supermarktkasse bis zum Rathaus brauche es mehr „Demenzsensibilität“.

Wie Kommunen konkrete Impulse setzen können, beschreibt sie praxisnah: öffentliche Aktionen, lokale Vernetzung, Orientierung bieten („Wo bekomme ich welche Hilfe?“) und Räume schaffen, in denen Betroffene und Angehörige nicht versteckt werden, sondern dazugehören. Ein Beispiel ist die Open-Air-Fotoausstellung „Demenz neu sehen“, die über Bauzaun-Plakate im öffentlichen Raum einen anderen Blick auf die Erkrankung ermöglicht ohne Zeigefinger, aber mit Wirkung.

Gut zu wissen: Wer demenzfreundlicher werden will, muss nicht „alles neu erfinden“, aber sichtbar machen, vernetzen, ansprechbar sein und Angehörige als tragende Säule mitdenken.
Mehr zu Desideria: www.desideria.org.

Redaktion

Redaktion

Ihre optimale Website-Nutzung

Diese Website verwendet Cookies und bindet externe Medien ein. Mit dem Klick auf „✓ Alles akzeptieren“ entscheiden Sie sich für eine optimale Web-Erfahrung und willigen ein, dass Ihnen externe Inhalte angezeigt werden können. Auf „Einstellungen“ erfahren Sie mehr darüber und können persönliche Präferenzen festlegen. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Detailinformationen zu Cookies & externer Mediennutzung

Externe Medien sind z.B. Videos oder iFrames von anderen Plattformen, die auf dieser Website eingebunden werden. Bei den Cookies handelt es sich um anonymisierte Informationen über Ihren Besuch dieser Website, die die Nutzung für Sie angenehmer machen.

Damit die Website optimal funktioniert, müssen Sie Ihre aktive Zustimmung für die Verwendung dieser Cookies geben. Sie können hier Ihre persönlichen Einstellungen selbst festlegen.

Noch Fragen? Erfahren Sie mehr über Ihre Rechte als Nutzer in der Datenschutzerklärung und Impressum!

Ihre Cookie Einstellungen wurden gespeichert.