StadtLand.Funk: DSGVO-rechtssichere Open-Source-Lösung der Stunde für Kommunen, Vereine und Bürgerschaft
von Redaktion

Wie gelingt sichere, direkte und zugleich lebendige Kommunikation in Kommunen – jenseits internationaler Plattformen? Mit StadtLand.Funk steht Städten, Gemeinden, Vereinen und Bürgern eine DSGVO-rechtssichere Open-Source-Lösung zur Verfügung, die genau hier ansetzt. Die App bündelt lokale Informationen, stärkt den Dialog zwischen Rathaus und Bürgerschaft und schafft digitale Räume für Nachbarschaft, Ehrenamt und Vereinsleben. Dr. Markus Juppe von der Versicherungskammer Bayern erklärt im Gespräch, warum StadtLand.Funk den Nerv der Zeit trifft: europäische Datensouveränität, werbefreie Nutzung, klare Moderation und echte lokale Verankerung. Von Katwarn-Integration über Kleinanzeigen bis hin zum „Schimpffilter“ aus der Fraunhofer-Forschung – die Plattform setzt bewusst auf Vertrauen, Sicherheit und Gemeinschaft.
GZ: Herr Dr. Juppe, die Versicherungskammer unterstützt seit vielen Jahren die ländlich-kommunale Infrastruktur, etwa durch ihr Engagement bei den Feuerwehren oder im Ehrenamt. Nun haben Sie für Kommunen, Vereine und Bürger die App StadtLand.Funk im Angebot. Was steckt dahinter?
Dr. Markus Juppe: Die App StadtLand.Funk vernetzt Bayern digital und ist die DSGVO-rechtskonforme Kommunikationsplattform für Gemeinden, Vereine und Bürger. StadtLand.Funk bündelt dabei lokale Info und Angebote von Landkreis, Stadt oder Gemeinde zentral auf einer Plattform. Hinzu kommen aktuelle Nachrichten der Blaulicht-Familien wie Polizei und Feuerwehr sowie Veranstaltungen vor Ort, Vereinsleben oder Markt.
StadtLand.Funk ermöglicht damit einen breiten Austausch und Dialog auf Augenhöhe zwischen Rathaus und Bürgern, in der Nachbarschaft oder als Gruppenchat für Vereine und Feuerwehr.
Als führender Kommunal- und Gebäudeversicherer in Bayern wollen wir gemeinsam mit anderen Partnern unseren Kunden mit StadtLand.Funk einen weiteren Mehrwert bieten.
Datensouveränität und IT-Autonomie
GZ: Die Stärkung europäischer Datensouveränität und IT-Autonomie ist politisch gewollt und soll rasch und systematisch gestärkt werden. Hatten Sie eine Glaskugel?
Juppe: Tatsächlich liegen wir mit unserer App gerade voll im Trend neuer europäischer Datensicherheit und -souveränität! Als deutsche Plattform bietet die App StadtLand.Funk eine datenschutzkonforme Nutzung samt EU-Servern und werbefreier Nutzung.
Das ist wichtig, denn herkömmliche soziale Medien wie WhatsApp oder Instagram bergen für Kommunen und Vereine nicht nur diverse DSGVO-Risiken, sondern sind zudem auch anfällig für Datenpannen, Hackerangriffe oder Betrug. Zudem wünschen sich die meisten Nutzer inzwischen ein respektvolles Miteinander ohne fake news oder Beschimpfungen. All dies bilden wir mit der App ab.
Zusammenarbeit mit lokalen Partnern
GZ: Wie genau funktioniert das?
Juppe: Unsere „Informationsanker“ vor Ort sind seriöse Partner vom örtlichen Rathaus über mehrere Blaulicht-Organisationen bis zu Vereinen und Nachbarn, die sich oft auch persönlich kennen. Lokalbezogene Falschinfo kann also leicht erkannt werden und falls jemand in Kommentaren doch mal grob wird, schlägt ein von Fraunhofer entwickelter „Schimpffilter“ an.
Wir wollen, dass man der App vor Ort jederzeit vertrauen kann. Dazu gehört auch die integrierte Katwarn-Info zu lokalen Gefahrenlagen.
GZ: Woher kommen die Inhalte?
Juppe: Neben der Interaktion zwischen Gemeinde und Bürgern dient die App auch der Nachbarschaftsinfo samt Ratsch in der Kommentar- oder Chatfunktion. So kann man etwa dem Rathaus direkt melden, wenn etwa die Straßenbeleuchtung ausgefallen ist.
Lokale Veranstaltungen können einfach erstellt oder Angebote in den Kleinanzeigen-Markt eingestellt werden.
Jeder aktive Ort entwickelt so sein eigenes Profil: In Mühldorf sind etwa Landkreis und Gemeinden sehr aktiv mit ihren Infos sowie örtlicher Kultur und Events, in Retzstadt gibt es lebedigen Bürger-Austausch samt regem Markt, während wieder woanders Schützenverein oder Pfarrgemeinde die Treiber sind.
Darüber werden aber auch Themen mit Bayern-Bezug zentral eingespielt; weitere Service- und Regio-Beiträge kommen von den Bezirken, Regionalverbänden oder unserem Medienpartner Antenne Bayern.
GZ: Welchen Vorteil bietet StadtLand.Funk für Städte und Gemeinden?
Juppe: StadtLand.Funk ist die DSGVO- rechtssichere Open- Source-Lösung der Stunde für Kommunen, Vereine und Bürger. Die Nutzung ist für Kommunen, Vereine und Bürger in Bayern aktuell kostenfrei, die App übersichtlich und leicht zu bedienen.
Jeder Landkreis und jede Kommune kann StadtLand.Funk sofort in Betrieb nehmen; oft sind einzelne Bürger oder lokale Vereine dort auch schon aktiv. StadtLand.Funk sichert dabei langfristig autark die lokale Kommunikation, Austausch und Vernetzung vor Ort – ganz unabhängig von internationalen Tech-Giganten.
Allerdings lebt StadtLand.Funk auch vom Mitmachen, d.h. es sollten regelmäßig Beiträge eingestellt und auch die Vereine und Bürgerinnen und Bürger vor Ort zur Nutzung der App eingeladen werden.
Zur Person
Dr. Markus Juppe ist Komposit-Vorstand der Versicherungskammer Bayern, einer der Gesellschafterlinnen von „Digitale Dörfer“, der Mutter-Gesellschaft von StadtLand.Funk (früher Bayernfunk).