WestAllianz München: Wirtschaftsforum 2025 setzt Impulse - Kommunen fordern dauerhafte finanzielle Entlastung
von Constanze von Hassel

Mit einem erfolgreichen Wirtschaftsforum und einer klaren gemeinsamen politischen Positionierung hat die WestAllianz München in diesen Wochen ihre Rolle als starke Stimme der westlichen Region Münchens unterstrichen. Vorsitzender Johannes Kneidl hob anlässlich der Veranstaltungen die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit und einer verlässlichen kommunalen Finanzbasis hervor.
Großes Interesse fand das Wirtschaftsforum 2025 der WestAllianz München, das in diesem Jahr bei der Lacon Electronic GmbH in Karlsfeld stattfand. Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung nutzten die Gelegenheit, um Einblicke in aktuelle Entwicklungen zu erhalten und den regionalen Austausch zu vertiefen. Zum Auftakt erhielten die Teilnehmer einen praxisnahen Einblick in die Arbeitsfelder des gastgebenden Unternehmens. Lacon Electronic präsentierte sich als vielseitiger Elektronikspezialist, der mit seinen technologischen Lösungen unterschiedliche Branchen im westlichen Münchner Umland prägt.
Karlsfelds Erster Bürgermeister Stefan Kolbe betonte in seinem Grußwort die Relevanz einer engen Verzahnung zwischen kommunalen Akteuren und Unternehmen. Auch Dr. Ralf Hasler von Lacon Electronic richtete sich an das Publikum und verdeutlichte die regionale Bedeutung des Standorts. Ein besonderer Impuls kam von Dr. Christine Theiss, Kickbox-Weltmeisterin, Medizinerin und Unternehmerin. Unter dem Leitmotiv „Trotz Erfolg am Ball bleiben“ führte sie aus, wie mentale Stärke, Zielstrebigkeit und ein belastbares Team als Erfolgsfaktoren sowohl im Spitzensport als auch im Wirtschaftsleben wirken.
Gemeinsamer Appell von Nord- und WestAllianz
Parallel zum wirtschaftlichen Austausch setzt sich die WestAllianz gemeinsam mit der NordAllianz deutlich für bessere finanzielle Rahmenbedingungen der Kommunen ein. In einer gemeinsamen Erklärung machen die Gemeinden beider Allianzen auf die wachsenden Belastungen durch politische Entscheidungen von Bund und Ländern aufmerksam.
Aufgaben wachsen
Zwar wurden beim jüngsten Spitzengespräch zwischen kommunalen Spitzenverbänden und der Bayerischen Staatsregierung spürbare Entlastungen erzielt – darunter eine Erhöhung des Finanzausgleichsvolumens, Anpassungen des Verbundanteils und pauschale Investitionsmittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur. Die strukturellen Herausforderungen bleiben jedoch bestehen. Die kommunalen Aufgaben – von Ganztagsbetreuung über Integration bis hin zu Klimaschutz und ÖPNV – wachsen schneller, als Kommunen finanziell ausgestattet werden. Förderprogramme laufen aus, während Kommunen dauerhaft die Betriebs- und Folgekosten tragen. Bundesweit erreichte das kommunale Finanzierungsdefizit 2024 mit 24,8 Milliarden Euro den höchsten Stand seit 1990.
Ehrliche Neuordnung
Die Spitzen der Nord- und WestAllianz wünschen daher, dass es einer „ehrlichen Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Bund, Land und Kommunen“ bedarf. Auch der Bayerische Städtetag unterstützt diese Forderungen nach einem neuen Miteinander und einer stärkeren Berücksichtigung kommunaler Belange im Gesetzgebungsprozess.
WestAllianz-Vorsitzender Johannes Kneidl unterstreicht den gemeinsamen Appell der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister: „Unsere Kommunen können ihren vielfältigen Aufgaben nur gerecht werden, wenn wir über ausreichende, verlässliche und aufgabengerechte Finanzierungsstrukturen verfügen. Kommunale Selbstverwaltung braucht Handlungsspielräume – keine ständige Nachsteuerung im Krisenmodus.“
Über Nord- und WestAllianz
Die NordAllianz vereint acht Kommunen im nördlichen Münchner Umland mit dem Ziel einer strategisch abgestimmten Entwicklung in Wirtschaft, Wissenschaft, Mobilität und Umwelt. Die WestAllianz München, ein Zusammenschluss von sieben Gemeinden im westlichen Umland, arbeitet seit 2011 erfolgreich interkommunal zusammen.

TV Bayern live berichtete am 15.11.2025 im Regionalfenster auf RTL und am 16.11.2025 auf allen bayerischen Regionalsendern.
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