Ministerpräsident, Landtagspräsidentin und Verkehrsminister setzen mit Landräten und Abgeordneten ein Zeichen für den ÖPNV entlang der Alpen: Feier zum Start des Alpenbusses

GZ Ausgabe GZ-1/2-2026 vom 15. Januar '26 | Aus den Kommunen
von Redaktion
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V.l.: Anton Speer, Landrat des Landkreises Garmisch-Partenkirchen, Andrea Jochner-Weiß, Landrätin des Landkreises Weilheim-Schongau, Verkehrsminister Christian Bernreiter, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Josef Niedermaier, Landrat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Olaf von Löwis, Landrat des Landkreises Miesbach, Otto Lederer, Landrat des Landkreises Rosenheim, Andreas März, Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim und Bernd Rosenbusch, Geschäftsführer des MVV. Bild: Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen

Bad Tölz. Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Verkehrsminister Bernreiter – sie alle haben gemeinsam mit den Landräten der Alpenbuslandkreise sowie den Abgeordneten und Bürgermeistern der Gemeinden entlang der neuen landesbedeutsamen Buslinien den Start des Alpenbusses gefeiert. Seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 können erstmals Fahrgäste per Expressbus zwischen Murnau und Rosenheim pendeln.

Kurz vor der Inbetriebnahme trafen sich alle Beteiligten in der Mitte der Linie in Bad Tölz, dort wo Ost- und Westast des Alpenbusses aufeinandertreffen. 

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Allzeit gute Fahrt mit unserer Alpenflotte! Das ist ein Riesenschritt für modernen ÖPNV. Wir haben insgesamt gute Nord-Süd-Verbindungen, aber brauchen Verbesserungen bei West-Ost-Verbindungen. Der Alpenbus entlastet eine boomende Region beim Verkehr und spielt für den Tourismus eine bedeutende Rolle. Das Oberland steht für das gute Bayernbild in der Welt. Ich habe das Projekt von Anfang an eng begleitet. Bayern sorgt für guten Straßenausbau, aber genauso für Bus und Bahn. Die Kommunen liegen uns am Herzen: Gemeinsam sind wir das Team für Demokratie. Der Freistaat investiert massiv in Zukunft und Alltag – insbesondere in den Verkehr, in den Wohnungsbau, in Kitas und in Krankenhäuser. Mit dem kommunalen Finanzausgleich über insgesamt fast 13 Milliarden Euro spannen wir einen Schutzschirm für die Kommunen.“

Verbinden, was zusammen gehört

Landtagspräsidentin Ilse Aigner: „Mit dem Alpenbus verbinden wir, was zusammengehört. Als ehemalige Verkehrsministerin freut mich das besonders, weil ich das Vorhaben von Anfang an begleiten durfte. Ich bin heute wie damals überzeugt: Mit dem Alpenbus entstehen nicht nur zwei weitere ÖPNV-Linien. Es entsteht ein neuer Raum – der Alpenraum, der wirtschaftlich und touristisch vernetzt ist – und ab jetzt noch näher zusammenrückt.“

Verkehrsminister Christian Bernreiter: „Wir setzen heute einen wichtigen Meilenstein für den öffentlichen Verkehr im bayerischen Alpenraum. Mit den neuen schnellen MVV-Regionalbuslinien entsteht erstmals eine West-Ost-Verbindung mit optimierten Umsteigemöglichkeiten, auf die viele Menschen seit Jahren gewartet haben. Das ist ein starkes Signal gerade mit Blick auf den ländlichen Raum: Wir meinen es ernst mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs.“

Josef Niedermaier, Landrat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen: „Aufgrund des auf München ausgerichtete Verkehrs- bzw. Schienennetzes haben wir diese Querverbindung lange schmerzlich vermisst. Mit dem Alpenbus schließt sich endlich diese Lücke und die Fahrgäste können einfach, bequem und günstig durch das Voralpenland öffentlich reisen. Mein besonderer Dank gilt dem Freistaat Bayern, der dieses Projekt mit seiner kräftigen Mitfinanzierung erst möglich gemacht hat.“ Wer künftig mit dem Alpenbus fährt, nutzt den West-Ast von Murnau über Penzberg nach Bad Tölz bzw. den Ost-Ast von Bad Tölz über Gmund und Miesbach nach Rosenheim. Damit entstehen die elfte und zwölfte landesbedeutsame Buslinie in Bayern.

Ost-West-Verbindung im Münchner Süden stärken

Am Alpenbus beteiligt sind die Stadt Rosenheim sowie die Landkreise Rosenheim, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen. Ziel ist es, die Ost-West-Verbindung im Münchner Süden zu stärken, den Schienenverkehr auf die Landeshauptstadt zu entlasten und die Querverbindungen zu verkürzen.

Die Verbundraumerweiterung des Münchner Verkehrsverbundes (MVV) unterstützt das Vorhaben, da die beteiligten Landkreise sowie die Stadt Rosenheim bereits Mitglied sind oder zum 1. Januar 2026 beitraten. So gilt im Alpenbus ab dem neuen Jahr von Murnau bis Rosenheim ein einheitliches Ticket, ein Tarif und ein System. Bernd Rosenbusch, Geschäftsführer des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV): „Wo aufgrund von Bergen, Tälern und Flüssen keine Bahn fahren kann, fährt künftig der Alpenbus! Die neuen Expressbuslinien verbinden erstmals die Regionen südlich von München, direkt und ohne den Umweg über die Großstadt – das ist vor allem für Pendlerinnen und Pendler attraktiv, sie sparen sich Zeit und, dank des neuen 1-Zonen-Tarifs, auch Geld.“

Die Kosten werden anteilig nach Nutzwagenkilometern auf die beteiligten Aufgabenträger verteilt. Der Freistaat Bayern beteiligt sich am Betriebskostendefizit im ersten Jahr mit 65 Prozent, im zweiten Jahr mit 60 Prozent, im dritten Jahr mit 55 Prozent und ab dem vierten Jahr mit 50 Prozent.

Wichtige Verkehrsachse

Die Idee selbst stammt aus dem Jahr 2018, nun wird aus dem vom Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen koordinierten Projekt Realität. Mit dem Alpenbus entsteht eine wichtige Verkehrsachse quer zu den Alpen, die den öffentlichen Nahverkehr im Alpenraum deutlich verbessert und die Mobilitätswende voranbringt. 

Redaktion

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