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(GZ-15/16-2021)
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► Ein voller Erfolg:

 

Bauanträge auch digital

Staatsministerinnen Schreyer und Gerlach:
„Wir bauen Barrieren ab und sorgen für mehr Bürgerfreundlichkeit“

 

Mehr Bürgerfreundlichkeit, weniger Bürokratie: Nach dieser Devise treibt Bayern die Digitalisierung der Verwaltungsleistungen voran. Gerade bei der Baugenehmigung bietet sich ein enormes Potenzial zur Beschleunigung und Vereinfachung. Das Bauministerium hat gemeinsam mit dem Digitalministerium und ausgewählten Landratsämtern daher frühzeitig in einem Pilotprojekt den Digitalen Bauantrag erarbeitet und am 1. März in ausgewählten Landkreisen gestartet.  Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer und Digitalministerin Judith Gerlach konnten sich im Landratsamt Traunstein vom beachtlichen Erfolg überzeugen. Dabei wurde bereits ein erster Meilenstein erreicht: Dort ist bereits der 100. digitale Bauantrag eingegangen.

Staatsministerin Judith Gerlach, Landrat Siegfried Walch und Staatsministerin Kerstin Schreyer vor einem Bagger mit der Leica „Pegasus Ultimate II“ der Firma geovision. Das Gerät ist weltweit einmalig und bietet die Möglichkeit zur mobilen, effizienten Digitalisierung von bereits bestehender Infrastruktur. Bild: StMD
Staatsministerin Judith Gerlach, Landrat Siegfried Walch und Staatsministerin Kerstin Schreyer vor einem Bagger mit der Leica „Pegasus Ultimate II“ der Firma geovision. Das Gerät ist weltweit einmalig und bietet die Möglichkeit zur mobilen, effizienten Digitalisierung von bereits bestehender Infrastruktur. Bild: StMD

Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer freut sich über diesen Fortschritt: „Der digitale Bauantrag ist sehr gut angelaufen. Das freut mich sehr, denn damit gehen wir einen großen Schritt zu mehr Bürgerfreundlichkeit beim Bauen. Ich bedanke mich herzlich beim Landratsamt Traunstein und den Landratsämtern Ebersberg, Hof, Kronach, Neustadt an der Waldnaab, bei denen Bürgerinnen und Bürger ihre Bauanträge ebenfalls schon digital einreichen können. Ab August werden weitere Landratsämter ebenfalls auf den digitalen Bauantrag setzen.“

Unterlagen bequem zu jeder Zeit online einreichen

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach: „Die digitale Verwaltung schreitet mit großen Schritten voran. Der digitale Bauantrag ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Bürgerinnen und Bürger oder die beauftragten Planer können dadurch die notwendigen Unterlagen bequem zu jeder Zeit online einreichen. So bauen wir Barrieren ab, vereinfachen die Antragstellung und beschleunigen die Bearbeitung. Gerade für viele junge Familien mit dem Wunsch nach einem Eigenheim ist das ein Riesengewinn. Ein großes Lob geht an die Landratsämter Traunstein, Ebersberg, Hof, Kronach und Neustadt an der Waldnaab, die eine Vorreiterrolle eingenommen haben. Ich freue mich schon darauf, wenn bald weitere Landratsämter und Städte ihrem digitalen Vorbild folgen.“

Traunsteins Landrat Siegfried Walch „Der digitale Bauantrag ist ein Gewinn für alle und wird bestens angenommen: Inzwischen ist bereits der 100. digitaler Bauantrag im Landratsamt Traunstein eingegangen! Wir sind froh und stolz, dass wir den Schritt einer digitalen Bauantragstellung von Beginn an mitgestaltet haben. Zu Beginn meiner Amtszeit im Jahr 2014 mussten die Akten noch mühevoll von A nach B gebracht werden. Bereits seit über zwei Jahren arbeiten wir daran, sämtliche Prozesse Schritt für Schritt zu digitalisieren. Das nun diese Arbeit wegfallen kann und gar kein Antrag mehr in Papier gestellt werden muss, ist im Hinblick auf die Digitalisierung nur konsequent. Wir werden die Digitalisierung unserer Dienstleistungen mit Überzeugung und Leidenschaft weiter vorantreiben.“

Pilotprojekt

Der digitale Bauantrag für Bayern ist in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen eines gemeinsam vom Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr und vom Staatsministerium für Digitales angestoßenen Pilotprojekts mit 15 unteren Bauaufsichtsbehörden konzipiert und entwickelt worden. Die technische Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleistungszentrum des Freistaats Bayern. Intelligente elektronische Formulare, sogenannte „Online-Assistenten“, helfen den Nutzern beim Ausfüllen. Je nach Angabe können weitere Eingabefelder und ganze Seiten ein- und ausgeblendet werden, es wird ausdrücklich auf einzureichende Bauvorlagen hingewiesen. Dadurch werden Bauanträge vollständiger und die Bearbeitungszeiten reduziert. Zudem ermöglicht es der digitale Bauantrag dem Planer, seine ohnehin in einer CAD-Anwendung entworfene Planung ohne Datenverluste einzureichen.

Praxistauglichkeit

Die Online-Assistenten nutzen den vorhandenen bayerischen Formularserver, die Bauanträge gelangen über eine neu eingerichtete Schnittstelle direkt in die Bauverwaltungssoftware der unteren Bauaufsichtsbehörden. Mit dem Landratsamt Traunstein wurde bereits im Dezember 2020 das erste Pilotamt an die Schnittstelle angeschlossen. Im Testbetrieb hat der digitale Bauantrag seine Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt.

Der Digitale Bauantrag ist am 1. März an den Landratsämtern Ebersberg, Hof, Kronach, Neustadt an der Waldnaab und Traunstein in den regulären Betrieb gegangen. In den ersten drei Monaten des digitalen Bauantrags, also von März bis Mai, sind insgesamt bereits ca. 250 digitale Anträge und Anzeigen über die Schnittstelle zu den fünf Pilotämtern gelangt. Ziel ist der schrittweise flächendeckende Einsatz an allen Unteren Bauaufsichtsbehörden in Bayern. Eine erste Erweiterung um die Landratsämter Augsburg, Pfaffenhofen und Straubing-Bogen ist bereits für den 1. August vorgesehen.

 

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