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(GZ-20-2020)
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► Umspannwerk Olching:

 

Schwertransport liefert 60-Tonnen-Trafo

 

Anfang KW 42 ist der erste von zwei je 60 Tonnen schweren Transformatoren für das neue Umspannwerk Olching geliefert worden. Über ein Schienensystem wurde der Technik-Koloss vom zwölfachsigen Lastwagen millimetergenau auf das vorbereitete Fundament gezogen. Das Umspannwerk nördlich der Bundesstraße 471 bei Neu-Esting wird in Abstimmung mit der Stadtwerke Olching Stromnetz das bisherige Umspannwerk ersetzen und der neue Knotenpunkt für die regionale Stromverteilung werden. Die Kosten für den Bau und den Mittelspannungsanschluss liegen bei rund fünf Millionen Euro.

Präzisionsarbeit mit 60 Tonnen schwerer Ladung: Der erste von zwei neuen Transformatoren erreicht das neue Umspannwerk Olching. Bild: Thomas Riederer / Bayernwerk
Präzisionsarbeit mit 60 Tonnen schwerer Ladung: Der erste von zwei neuen Transformatoren erreicht das neue Umspannwerk Olching. Bild: Thomas Riederer / Bayernwerk

„Der Netztrafo ist deshalb so schwer, weil er neben knapp 19 Tonnen Kernblech und über neun Tonnen Kupfer auch noch gut 14 Tonnen Isolieröl enthält“, erklärt Thomas Riederer, Projektleiter der Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk). Der neue Trafo kam in den frühen Morgenstunden per Schwertransport und wurde von den Mitarbeitern einer Spezialfirma im Lauf des Vormittags in Präzisionsarbeit vom LKW-Anhänger auf das Fundament gezogen. Ende der Woche folgten der Transport und die Montage des zweiten Transformators. In der folgenden Woche werden mit Hilfe eines Krans noch die 110kV-Anschlusskerzen auf dem Trafo montiert.

Das Umspannwerk ist ein zentraler Netzknoten, der für die Bündelung und Verteilung von elektrischer Energie und die Integration erneuerbarer Energien notwendig ist.

„Bei der Stromverteilung ist die Wahl der optimalen Spannungsebene wichtig, um unnötige Energieverluste zu vermeiden. Ob der Strom in der Hoch- oder Mittelspannung fließt, ist abhängig von der zu übertragenden Leistung und der Entfernung, die überbrückt werden muss“, erklärt Projektleiter Thomas Riederer. Im Umspannwerk werden die überregionalen und die lokalen Spannungsebenen über Transformatoren miteinander verbunden und die unterschiedlichen Netzbereiche verknüpft.

Momentan laufen die Bauarbeiten auf dem rund 8.000 Quadratmeter großen Umspannwerksgelände an der Grenze zu Gernlinden auf Hochtouren: Das Betriebsgebäude ist baulich weitgehend fertiggestellt, die Montage der 20kV-Schaltanlage läuft und der Aufbau der 110kV-Schaltanlage mit Anbindung an die Stromkreise Maisach – Oberbachern und Fürstenfeldbruck – Oberbachern über einen neuen Mast hat begonnen. Künftig trägt die Stadtwerke Olching Stromnetz GmbH Co. KG die Verantwortung für das lokale Stromnetz. Das Bayernwerk wird als Partner die Betriebsführung übernehmen.

Verbesserte Versorgungssicherheit

Durch den Ersatz für die ältere Bestandsanlage und die vollständige Erneuerung am neuen Standort wird die allgemeine Versorgungssicherheit in der gesamten Region verbessert. Das moderne Umspannwerk wird zukünftig in hohem Maß automatisiert betrieben. Die Anlage wird über moderne Digitaltechnik überwacht und gesteuert. Bayernwerk-Mitarbeiter in den Netzleitstellen können die Betriebszustände über Fernsteuerung überwachen und anpassen.

Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die technische Inbetriebnahme ist in der zweiten Jahreshälfte 2021 geplant. Die Anbindung des neuen Umspannwerks in das 20kV-Mittelspannungsnetz wird vom Kundencenter in Unterschleißheim ausgeführt. Nach der Außerbetriebnahme des alten Umspannwerks kann die Anlage zurückgebaut und ein Teil der bisherigen Hochspannungsfreileitung entfernt werden - ein zusätzliches Plus für das Landschaftsbild.

 

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