Staatsminister Füracker: Freistaat sichert unbürokratische Finanzierung der Schul-IT

GZ Ausgabe GZ-3-2026 vom 29. Januar '26 | Verwaltung & Digitalisierung
von Redaktion
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Kommunen erhalten 296 Millionen Euro in 2026 und 2027 - „Der Freistaat Bayern steht für erstklassige Bildung und enge Partnerschaft mit seinen Kommunen. Das zeigt sich auch hier: Wir haben uns beim komplexen Thema Finanzierung der Schul-IT mit den Kommunalen Spitzenverbänden auf ein neues unbürokratisches und zukunftsfestes Modell geeinigt. Allein im kommenden Doppelhaushalt stellt der Freistaat 296 Millionen Euro für die Digitalisierung in den Schulen bereit“, betont Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

Nach Angaben des Ministers können Kommunen damit die digitale Infrastruktur in den Schulen optimieren, Geräte beschaffen und einsatzbereit machen. Zudem ist die Wartung der Geräte abgedeckt. Daneben betreibt der Freistaat Bayern die ‘BayernCloud Schule‘ – eine Plattform für den digital gestützten Unterricht. „Mit ihr stellt das IT-Dienstleistungszentrum des Freistaats Bayern Software-Anwendungen und weitere wichtige Inhalte zentral, kostenfrei und datenschutzkonform für die Schulen in Bayern zur Verfügung. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und die unkomplizierte und bürokratiearme Lösung“, so Füracker.

Schluss mit aufwändigen Nachweisen

„Wir machen Schluss mit komplizierten Einzelförderungen. Ab jetzt gehören die zahlreichen Förderanträge und aufwändigen Nachweise der Vergangenheit an. All dies ersetzen wir durch ein dauerhaftes und verlässliches Finanzierungssystem zur digitalen Ausstattung der Schulen. Mit dem Vier-Säulen-Zuschuss geben wir den Kommunen und freien Schulträgern maximale Planungssicherheit, entlasten die Verwaltungen spürbar und sichern die digitale Ausstattung an unseren Schulen nachhaltig ab. Gerade in einer angespannten Haushaltslage setzen wir ein klares Signal: Wir investieren in das Hier und Heute, für das Morgen und die kommenden Generationen. Denn nur wenn wir unsere Kinder kompetent machen für ihr Leben in einer digitalen Welt, stärken wir ihre Mündigkeit und damit unsere Demokratie“, ergänzt Kultusministerin Anna Stolz.

Mit dem gesetzlich verankerten Vier-Säulen-Zuschuss stellt der Freistaat Bayern ab dem Jahr 2027 die Finanzierung der digitalen Ausstattung der bayerischen Schulen auf ein völlig neues Fundament. Zwölf bislang parallel laufende Förderprogramme werden durch einen gesetzlichen Zuschuss ersetzt. Als erstes Land setzt Bayern damit die Entbürokratisierung im Bereich der Schuldigitalisierung konsequent um. An die Stelle zahlreicher komplexer und befristeter Förderprogramme tritt ab 2027 eine gesetzliche Leistung, die als jährliche Pro-Schüler-Pauschale direkt an die Schulaufwandsträger ausgezahlt wird. Kommunen und freie Schulträger erhalten damit die Chance, die Mittel für die Schuldigitalisierung dort einzusetzen, wo sie vor Ort am dringendsten benötigt werden.

Vier-Säulen-Zuschuss

Unter die vier Säulen fallen eine moderne Gebäude-Digitalinfrastruktur, mobile Endgeräte für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte (schulischer Leihgerätepool), digitale Bildungsmedien und KI-Anwendungen sowie der seit 2025 bestehende Zuschuss für Wartung und Pflege. Damit entsteht ein umfassendes Gesamtkonzept für eine zeitgemäße und lernförderliche Schul-IT.

Verlässliche Strukturen

Durch die Umstellung gewinnen die kommunalen Verwaltungen erhebliche Kapazitäten zurück und können ihre Investitionen über eine garantierte staatliche Leistung langfristig planen. Gleichzeitig schafft der gesetzliche Zuschuss eine klare Aufgaben- und Lastenverteilung und begründet verlässliche Strukturen. Bayern schließt damit den in der gemeinsamen Grundsatzkommission Schulische Digitalinfrastruktur zwischen Staatsregierung und Kommunalen Spitzenverbänden bearbeiteten Auftrag mit einer dauerhaft getragenen Gesamtlösung ab. So stellen Freistaat und Kommunen unter Beweis, dass sie in finanziell schwierigen Zeiten handlungsfähig bleiben und gemeinsam tragfähige Lösungen finden.

Ab 2027 sollen allein im Landeshaushalt pro Jahr rund 207 Millionen Euro für den Vier-Säulen-Zuschuss vorgesehen werden, ergänzt um die Mittel aus dem Digitalpakt 2.0 des Bundes. Bayern bringt sein Paket damit sogar noch vor der Bundesregierung an den Start. Damit verfügt Bayern über eines der zuverlässigsten und langfristigsten Finanzierungssysteme für digitale Bildung in Deutschland.

Pädagogischer Mehrwert

Die bayerische Digitalisierungsstrategie setzt konsequent auf den pädagogischen Mehrwert und die unterrichtliche Wirksamkeit. Digitale Werkzeuge sollen Unterricht immer dort bereichern, wo sie Lernprozesse unterstützen, Inhalte besser vermitteln oder den Erwerb von Medienkompetenz fördern. Gleichzeitig gilt es die Balance zwischen analogem und digitalem Lernen zu wahren. Der neue Zuschuss bildet die Grundlage dafür, dass Schulen dauerhaft über eine leistungsfähige technische Infrastruktur verfügen und digitale Lernzugänge fest in den Unterricht integriert werden können – altersgerecht, verantwortungsvoll und mit klarem Blick auf den Bildungserfolg. Der Vier-Säulen-Zuschuss markiert einen zentralen Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen, partnerschaftlich gestalteten und pädagogisch begründeten Bildungsinfrastruktur.

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