Open Data Day: Bayern erleichtert Kommunen die Veröffentlichung offener Daten
von Redaktion

Offene Daten gelten längst als wesentliche Grundlage für Innovation, Transparenz und moderne digitale Anwendungen. Beim Open Data Day in München diskutierten Mitte März Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Tech-Community über neue Wege, Daten aus der öffentlichen Verwaltung besser nutzbar zu machen. Zum Auftakt der Veranstaltung stellte Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring gemeinsam mit der Digitalagentur byte eine Neuerung beim bayerischen Open Data Portal open.bydata vor, die Kommunen und Behörden die Veröffentlichung offener Daten künftig deutlich erleichtert.
„Offene Daten sind der Rohstoff einer smarten Gesellschaft. Je einfacher Behörden ihre vorhandenen Datensätze veröffentlichen können, desto größer ist der Nutzen für Innovation, Forschung und Wirtschaft. Mit unserem neuen Data Provider Interface bei open.bydata gehen wir den nächsten Schritt, damit insbesondere unsere Kommunen offene Daten künftig noch unkomplizierter bereitstellen können. Bund und Land ziehen hier an einem Strang. Gemeinsam strecken wir uns damit zugunsten eines noch größeren Angebots an offenen Daten nach der Decke. So wollen wir Bayern gezielt zum Vorreiter auf dem Feld der offenen Daten entwickeln“, erklärte Digitalminister Dr. Fabian Mehring.
Konkret wurde im Rahmen des Open Data Day die modernisierte Version des Data Provider Interface (DPI V3) für das bayerische Open-Data-Portal vorgestellt. Durch das benutzerfreundliche Metadatenerfassungsformular wird die Bereitstellung offener Daten noch einfacher. Das neue Werkzeug unterstützt Datenbereitsteller dabei, Datensätze einfacher zu erfassen und zu veröffentlichen.
Enge Kooperation
Die Entwicklung entstand in enger Kooperation zwischen der Bayerischen Agentur für Digitales byte, Betreiberin von open.bydata, und der FITKO. Die FITKO verantwortet das Produktmanagement des bundesweiten Datenportals GovData im Auftrag des IT-Planungsrats und ist Herausgeberin des Metadatenmodells zum föderalen Austausch von offenen Verwaltungsdaten. open.bydata zählt bereits heute zu den führenden Open-Data-Portalen in Deutschland: Im deutschlandweiten Ranking der Open Knowledge Foundation belegte das Portal 2025 Platz 1 in den Kategorien „Portal“ und „Datenrealität“.
„Mit dem DPI V3 zeigen wir, wie föderale Zusammenarbeit ganz konkret Mehrwerte schafft: Je einfacher und strukturierter Daten bereitgestellt werden können, desto höher ist die Qualität offener Verwaltungsdaten. Hochwertige Datensätze sind grundlegend für evidenzbasierte Entscheidungen und Prognosen. Als verantwortliche Stelle für das Produktmanagement von GovData im Auftrag des IT-Planungsrats und Herausgeberin von DCAT AP.de ist es unser Anspruch, technische Standards nicht nur zu definieren, sondern ihre praktische, nutzendenfreundliche Anwendung aktiv zu unterstützen“, erklärt André Göbel, Präsident der FITKO.
Schritt für Schritt durch die Erstellung von Datensätzen
Das neue Interface führt Datenbereitsteller Schritt für Schritt durch die Erstellung von Datensätzen, bietet klare Eingabemasken und hilfreiche Hinweise. Dadurch wird die Veröffentlichung offener Daten insbesondere für Kommunen deutlich einfacher und schneller.
Auch die Weiterverwendung steht im Fokus: Die Software wurde als Open Source veröffentlicht und kann von anderen Open-Data-Portalen kostenfrei übernommen und weiterentwickelt werden.
„Mit DPI V3 haben wir gemeinsam ein Werkzeug geschaffen, das die Bedürfnisse der Praxis mit den Anforderungen offener Metadatenstandards verbindet. Die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der FITKO war entscheidend, um eine Lösung zu entwickeln, die sowohl technisch robust als auch äußerst nutzerfreundlich ist. Die offene Bereitstellung des Codes ist zudem ein wichtiges Signal im Sinne echter digitaler Souveränität und bedingungsloser Nachnutzbarkeit“, betont Tino Kühnel, Geschäftsführer der byte.
Der Open Data Day ist eine internationale Initiative, bei der weltweit Veranstaltungen rund um offene Daten stattfinden. In München wird der Tag gemeinsam von der Landeshauptstadt München und der byte – Bayerische Agentur für Digitales organisiert.