Verleihung des Bayerischen Ressourceneffizienzpreises: Innovative Konzepte
von Doris Kirchner

Das bayerische Umweltministerium hat in Nürnberg die Unternehmen CORDIAL GmbH, meplan GmbH und Schlagmann Poroton GmbH & Co. KG mit dem Ressourceneffizienzpreis geehrt. Umweltminister Thorsten Glauber würdigte damit Betriebe, die sich durch innovative Konzepte für einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen auszeichnen.
Die CORDIAL GmbH erhielt die Auszeichnung für eine neue PVC-freie Kabelserie. Die Produktlinie „ECOCORD“ nutzt TPE-V, ein recyclingfähiges Material, das ohne Weichmacher und Schwermetalle auskommt und weniger Energie in der Herstellung benötigt. Eine weitere Variante, die „ECOHEMP“-Serie, setzt auf Ummantelungen aus Hanffasern und Verpackungen aus recycelter Pappe. Nach Unternehmensangaben sollen in den kommenden Jahren jährlich rund 120 Tonnen PVC eingespart werden. Zudem ist ein Mikrofonkabel mit bleifreien Steckern geplant.
Die meplan GmbH wurde für das modulare Messestandsystem „woodï“ geehrt. Das System besteht aus langlebigen Elementen aus Holz, Stahl, Aluminium und recyceltem PET. Es ist auf Wiederverwendbarkeit und einfache Reparatur ausgelegt und kann bis zu 30 mal eingesetzt werden. Durch ein Mietmodell will das Unternehmen Abfall reduzieren. 2024 kompensierte das System laut meplan ca. acht Tonnen CO2-Emissionen. Langfristig soll „woodï“ vollständig aus Rezyklat gefertigt werden.
Innenwandziegel überzeugt
Schlagmann Poroton überzeugte die Jury mit einem Innenwandziegel, der mindestens zu 30 Prozent aus Recycling- und Sekundärrohstoffen besteht. Der Ziegel erreicht branchenübliche Qualitätsstandards ohne zusätzliche Bindemittel oder konstruktive Änderungen. Ein Rückholsystem soll künftig geschlossene Stoffkreisläufe ermöglichen. In Forschung befindet sich ein Produkt mit mehr als 60 Prozent Sekundärrohstoffanteil, das das Treibhauspotenzial pro Quadratmeter Wand um bis zu 75 Prozent senken könnte.