Bayreuther Projekt wird im Rahmen des UN-Wettbewerbs als Top-10-Projekt ausgezeichnet: Die Weiher füllen sich

GZ Ausgabe GZ-3-2026 vom 29. Januar '26 | Umwelt & Lebensraum
von Redaktion
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Stadtgartenamtsleiter Robert Pfeifer und OB Thomas Ebersberger erläuterten den aktuellen Stand der Wiederherstellung der historischen Teiche und Feuchtgebiete im Studentenwald.Bild: Stadt Bayreuth/Steffen Huber

Die Stadt Bayreuth hat Anfang vergangenen Jahres das Projekt zur Wiederherstellung der historischen Teiche und Feuchtgebiete im Studentenwald gestartet. Bei einem Medientermin informierten die Projektverantwortlichen des Stadtgartenamtes gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Ebersberger vor Ort über den aktuellen Stand der Umsetzung und konnten dabei auch gleich noch eine Auszeichnung vermelden.

Vor gut einem Jahr hat die Stadt Bayreuth im Rahmen eines Medientermins im Studentenwald über die dort geplanten Maßnahmen zur Renaturierung informiert. Drei historische Weiher - der Alte und der Große Haasenweiher sowie der bananenförmige Schwarze Weiher – sollten zur Förderung der Biodiversität und Klimaanpassung im Laufe des Jahres 2025 unter der Regie des Stadtgartenamtes und in enger Zusammenarbeit mit den städtischen Stiftungen sowie der Stadtförsterei wiederhergestellt werden. Gefördert wurde die Maßnahme aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“.

„Nun ist es Zeit eine erste Bilanz zu ziehen“, sagte Oberbürgermeister Thomas Ebersberger beim neuerlichen Medientermin vor Ort. Die Baumaßnahmen konnten im ersten Halbjahr reibungslos durchgeführt werden, das trockene Wetter spielte den Projektbeteiligten hierbei in die Karten. „Nach Fertigstellung im vergangenen Sommer sorgte jedoch genau dieses Wetter dafür, dass die Weiher zunächst trocken blieben“, berichtete Stadtgartenamtsleiter Robert Pfeifer. Erst mit den ergiebigen Niederschlägen im Herbst konnte man langsam erahnen, welche Dimensionen die Wasserflächen erreichen sollen. Mittlerweile sind die Weiher bereits gut gefüllt, wobei noch etwas Niederschlag fehlt, um den maximalen Wasserstand zu erreichen. Vielleicht sorgt der abtauende Schnee bereits in den kommenden Wochen dafür.

In den folgenden Monaten werden sich die Feuchtgebiete auch endlich mit Leben füllen. „Es wird spannend sein zu beobachten, welche Tier- und Pflanzenarten sich dort eine neue Heimat suchen werden“, freute sich beim Vor-Ort-Termin Dr. Dimitri Seidenath vom Stadtgartenamt auf die kommende Frühlingssaison. Denn genau das ist einer der Hauptgründe, warum die Weiher geschaffen wurden. Sie sollen neuen Lebensraum für zahlreiche bedrohte Organismen, für Amphibien, Libellen oder Wasservögel bieten. Eine Besucherplattform auf der Wasserfläche lädt Spaziergänger dazu ein, die Natur im Studentenwald hautnah zu erleben.

Positive Auswirkungen aufs Mikroklima

Weitere positive Aspekte der Maßnahmen sind die Auswirkungen auf das städtische Mikroklima und den Wasserhaushalt. Wasserflächen kühlen durch die Verdunstung die Luft, was insbesondere während Hitzeperioden von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus halten die Feuchtgebiete Wasser in der Fläche, was einerseits Starkregenereignisse abpuffert, andererseits bei Trockenperioden als Reservoir dienen kann. Die Universität Bayreuth begleitet das Projekt mit zahlreichen Messungen wissenschaftlich.

Die neuen Wasserflächen sind ganz im Sinne der aktuellen UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen. Dies wurde nun auch im Rahmen des UN-Projektwettbewerbes „Stadtnatur im Fokus“ bestätigt. Die Wiederherstellung der Teiche und Feuchtgebiete im Studentenwald wurde als Top-10-Projekt des Jahres 2025 ausgezeichnet. Sichtlich erfreut über diese Anerkennung befestigten die Projektbeteiligten die Plakette der UN-Dekade an der Aussichtsplattform am Großen Haasenweiher.

Redaktion

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