Bayerischer Klimaschutzpreis: Umweltminister Glauber zeichnet vier Projekte aus

GZ Ausgabe GZ-24-2025 vom 18. Dezember '25 | Umwelt & Lebensraum
von Redaktion
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V.l.: Jan Boeckmann und Clemens Thielen wurden von Umweltminister Thorsten Glauber mit dem Bayerischen Klimaschutzpreis ausgezeichnet. Bild: StMUV / Ralf Rödel

Regensburg. Auch Starkregenvorsorge in kleinen Kommunen wird belohnt: Teils lebensbedrohliche Starkregenereignisse nehmen im Rahmen des Klimawandels sowohl in ihrer Intensität als auch in ihrer Häufigkeit stark zu. Auch in Bayern sind hierdurch in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Schäden entstanden. Nun hat Umweltminister Thorsten Glauber den Bayerischen Klimaschutzpreis unter anderem an ein Forschungsprojekt verliehen, das kleinen Gemeinden dabei hilft, sich vor Starkregenereignissen zu schützen.

Ausgezeichnet wurden insgesamt vier Projekte: Das erste und einzige Foodsharing-Café in Bayern, das „Café Übrig“ in Freising überzeugt unter anderem mit seinem „Fairteiler“, über den Privatpersonen übrig gebliebene Lebensmittel teilen und mitnehmen können. Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Brauerei zum Kuchlbauer in Abensberg für ihr 2024 eröffnetes nachhaltiges Logistikzentrum. Dort wird mehr Energie produziert als verbraucht und mehr Kohlenstoff gebunden als CO2 emittiert. Das Regensburger Familienunternehmen Ratisbona Handelsimmobilien erhielt die Auszeichnung für seine Bauprojekten mit ihrem starken Fokus auf Ressourcenschonung und Kreislauffähigkeit. 

Kommunale Überflutungsvorsorge

Das „Anreizsystem zur Kommunalen Überflutungsvorsorge“, kurz AKUT, ist von 2019 bis 2022 im Rahmen eines Forschungsprojekts am TUM Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit entstanden. Mit modernen Optimierungs- und KI-Verfahren haben die Wissenschaftler Clemens Thielen und Jan Boeckmann Gefahrenkarten und effiziente Vorsorgekonzepte vollautomatisiert erstellt und interaktiv visualisiert.

Software ist für Kommunen kostenlos

Zielgruppe des Projektes AKUT sind vor allem Kommunen, die sich gegen die Gefahren von Starkregenereignissen schützen möchten. Gemeinsam mit Projektpartnern aus Wissenschaft und Praxis wurde eine Web-Applikation entwickelt, die Kommunen erstmals eine automatisierte und kostenlose Erstellung eines solchen Starkregen-Vorsorgekonzeptes ermöglicht. Das kommt insbesondere kleinen Kommunen zugute, die nur ein geringes Budget für die Planung zur Verfügung haben.

„Das Projekt verfügt durch den Mehrwert für Kommunen und die durch den Klimawandel zunehmende Relevanz von Stark-
regenvorsorge über ein enormes Weiterentwicklungspotenzial“, begründet die Jury ihre Entscheidung zur Auszeichnung. „Da AKUT für Kommunen kostenlos ist, kann die Software eine große Wirkung in Bayerns Kommunen erzielen.“

Glauber: Leuchttürme für den Klimaschutz

„Den Klimawandel meistern wir nur gemeinsam“, sagte Umweltminister Thorsten Glauber anlässlich der Preisverleihung Ende November in Regensburg. „Außergewöhnliche Leistungen und Einsatz für den Klimaschutz wollen wir würdigen und bekannt machen. Dafür verleihen wir den Bayerischen Klimaschutzpreis. Die vier ausgezeichneten Preisträger arbeiten kreativ, engagiert und ausdauernd an Lösungen für den Klimaschutz und die Klimaanpassung. Die spannenden Projekte sind neue Leuchttürme für den Klimaschutz in Bayern.“ 

Vorschläge für Bayerischen Klimaschutzpreis 2026 

Mit dem Klimaschutzpreis würdigt die Bayerische Staatsregierung besonderes Engagement für den Schutz des Klimas oder die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels. Vergeben wird der im Artikel 11 des Bayerischen Klimaschutzgesetzes verankerte Preis sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen, Institutionen, Kommunen oder Vereine, die sich um den Schutz des Klimas oder die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels besonders verdient machen. 

Ab sofort können bis zum 31. Januar 2026 bei der bayerischen Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) Vorschläge für den Bayerischen Klimaschutzpreis 2026 eingereicht werden. 
Informationen: https://www.lenk.bayern.de/themen/projekte/klimaschutzpreis/index.html

Redaktion

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