Festakt an der Klinik Kitzinger Land: Abschluss des zweiten Bauabschnitts stärkt medizinische Versorgung
von Redaktion

Bayerns Gesundheitsministerium treibt den Ausbau der Krankenhausversorgung im ländlichen Raum weiter voran. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach anlässlich des Festakts zur Eröffnung des zweiten Bauabschnitts an der Klinik Kitzinger Land hingewiesen: „Wir setzen uns intensiv für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern ein. Wir brauchen auch auf dem Land erstklassige Krankenhäuser, die für jeden gut erreichbar sind.“
Die Ministerin ergänzte: „Mit dem Abschluss des zweiten Bauabschnitts an der Klinik Kitzinger Land wird ein großes und wichtiges Projekt erfolgreich vollendet. Die Investitionen kommen vor allem den Menschen im Landkreis Kitzingen und darüber hinaus zugute. Für sie machen wir das, denn eine gute Krankenhausversorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge.“
Gerlach hob hervor, dass der Krankenhausbau in Bayern trotz herausfordernder Rahmenbedingungen weiterhin mit großen Schritten vorangehe: „Bayern fördert den Ausbau seiner Krankenhausversorgung so umfangreich und nachhaltig wie kaum ein anderes Land. Allein in den vergangenen zehn Jahren (2015 bis 2024) haben wir gemeinsam mit den kommunalen Finanzpartnern rund sechs Milliarden Euro für Investitionen an Krankenhäusern bereitgestellt.
Schwerpunkt Ländlicher Raum
Ein Blick in das aktuelle Jahreskrankenhausbauprogramm zeigt zudem, dass wir einen Schwerpunkt auf den ländlichen Raum legen: Insgesamt sind für laufende und künftige Baumaßnahmen rund 5,5 Milliarden Euro eingeplant, davon über 60 Prozent für Projekte im ländlichen Raum.“
Die Ministerin ergänzte: „Auch die Klinik Kitzinger Land hat in erheblichem Umfang von der Krankenhausförderung des Freistaats profitiert. In den vergangenen zehn Jahren (2015 bis 2024) wurden Fördermittel in Höhe von mehr als 42 Millionen Euro für notwendige Investitionen bewilligt, davon über 35 Millionen für bauliche Maßnahmen. Nach der Förderung des ersten Bauabschnitts mit knapp 18 Millionen Euro wurden für den zweiten Bauabschnitt weitere 24 Millionen Euro bereitgestellt.“
Mit dem zweiten Bauabschnitt ist die Modernisierung des gesamten Funktionstrakts der Klinik abgeschlossen. Dieser umfasst vor allem eine neue OP-Abteilung, eine moderne Intensivstation sowie einen neu gestalteten Entbindungsbereich. Die abgeschlossenen Baumaßnahmen verbessern sowohl die Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten als auch die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Größere Flächen und funktional optimierte Strukturen tragen zu effizienten Arbeitsabläufen und zu einer zeitgemäßen Patientenversorgung bei.
Für die weitere bauliche Entwicklung der Klinik sind bereits Mittel für den Neubau der Bettenhäuser im Krankenhausbauprogramm 2028 eingeplant. Vorgesehen sind hierfür derzeit knapp 39 Millionen Euro.
Hoher Investitionsbedarf
Gerlach hob hervor: „Die Krankenhausförderung ist kein Kurzstreckensprint, sondern eine Daueraufgabe. Wir wollen die hochwertige Patientenversorgung auch in Zukunft erhalten. Unsere Kliniken haben weiterhin einen hohen Investitionsbedarf. Wir haben deshalb gemeinsam mit den kommunalen Finanzpartnern beschlossen, die Investitionskostenförderung für 2026 auf 900 Millionen Euro zu erhöhen. 100 Millionen davon stammen aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität. Eine entsprechende Beschlussfassung des Bayerischen Landtags vorausgesetzt, geben wir damit ein deutliches Signal: Bayern bleibt ein aktiver und verlässlicher Partner der Kliniken!“