50-Millionen-Projekt: Neue Therme Oberstdorf eingeweiht

GZ Ausgabe GZ-3-2026 vom 29. Januar '26 | Gesundheit & Daseinsvorsorge
von Redaktion
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Nach Jahren der Planung und viereinhalb Jahren Bauzeit wurde mit rund 200 geladenen Gästen die Neue Therme Oberstdorf mit Infinity-Pool auf dem Dach und großem Wellnessbereich eröffnet. Sie soll nicht nur im erlebbaren Angebot einzigartig sein und die natürliche Vielfalt von Oberstdorf transportieren, sondern für den sensiblen Standort in Zentrumsnähe zudem eine authentische Lösung bieten, die sich trotz der Größe in das Ortsbild einfügt und der einheimischen Architektur entspricht.

Bürgermeister Klaus King sprach von einem „besonderen Tag für Oberstdorf und auch für die Zukunft“. Für die Gemeinde ist der Neubau das größte Einzelprojekt ihrer Geschichte. Insgesamt wurden knapp 50 Millionen Euro investiert: Kosten, die deutlich über den ursprünglichen Planungen liegen. Im Jahr 2018 hatte die Gemeinde im Masterplan zunächst 26 Millionen Euro angesetzt. Rathauschef King zeigte sich dennoch erleichtert: „Heute ist alles vergessen, jetzt geht’s ab ins Nasse.“ Gleichzeitig hofft die Gemeinde auf eine zusätzliche Förderung durch die Regierung von Schwaben und Bayerns Tourismusministerin Michaela Kaniber.

Infinity-Pool und künstlicher Wasserfall

Die Therme bietet einen etwa 3.000 Quadratmeter großen Wellnessbereich mit fünf Saunen. Hinzu kommt eine 2.000 Quadratmeter große Bade- und Thermenwelt mit Sport-, Erlebnis-, Außen- und Kinderbecken. Als besondere Highlights gelten der Infinity-Pool auf der Dachterrasse mit Panoramablick auf die Oberstdorfer Bergwelt sowie ein künstlicher Wasserfall.

Auch in der Gestaltung setzt das Bad auf regionale Bezüge. Die Fassade besteht aus einer vertikalen Holzverkleidung mit Glaselementen, die das warme Ambiente nach außen tragen. Zugleich ermöglichen sie eine herrliche Aussicht auf die Bergkulisse der Allgäuer Alpen.

Ein zentrales Thema des Projekts ist die Nachhaltigkeit. Eine dachintegrierte Photovoltaikanlage mit 200 kWp sowie der Anschluss an das Nahwärmenetz sollen den energieeffizienten Betrieb sicherstellen. Nach Angaben der Gemeinde können dadurch jährlich rund 72 Tonnen CO2 eingespart werden. Ergänzt wird das Energiekonzept durch LED-Leuchten und moderne Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung. Eine eigene Bushaltestelle vor der Therme sorgt zudem für eine klimaneutrale Anreise. Der Wasserbedarf der Anlage wird über einen der fünf Tiefbrunnen im Gewinnungsgebiet Christlessee gedeckt und kommt ohne zusätzliche Aufbereitung aus.

Mehr als sieben Jahre nach dem Abriss der alten Therme aus den 1970er Jahren verfügt Deutschlands südlichste Gemeinde nun wieder über ein modernes Bad. Die neue Therme richtet sich an Einheimische, Urlauber und Tagesgäste und setzt vor allem auf Gesundheit, Wellness und Entspannung. Landrätin Indra Baier-Müller verwies auf den Mehrwert für die gesamte Region: Nicht jeder Vermieter könne einen eigenen Wellnessbereich anbieten, die Therme sei daher „ein Gewinn über Oberstdorf hinaus“.

Die Betreiber rechnen mit rund 150.000 Besuchern jährlich. Verantwortlich für den Betrieb sind die Kurbetriebe der Gemeinde Oberstdorf. Der Publikumsbetrieb hat bereits im Rahmen eines Soft Openings begonnen. Zunächst ist die Auslastung begrenzt, die Öffnungszeiten sind eingeschränkt. Ab dem 2. Februar soll der reguläre Betrieb mit täglichen Öffnungszeiten von 10 bis 22 Uhr starten.

Redaktion

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