HdBG-Jahrespressekonferenz: Musikland und Brennpunkt Bayern

GZ Ausgabe GZ-4-2026 vom 12. Februar '26 | Gesellschaft & Bildung
von Doris Kirchner
Gruppenfoto
V. l.: Marc Spohr (Projektleitung Bayernausstellung), Museumsdirektor Dr. Richard Loibl, Dr. Peter Wolf (Projektleitung Bayerische Landesausstellung) und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Erster Bürgermeister der Stadt Freyung. Bild: Haus der Bayerischen Geschichte

Mit erfreulichen Zahlen kann das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg aufwarten. Wie Museumsdirektor Dr. Richard Loibl bei der Jahrespressekonferenz mitteilte, sei das vergangene Jahr mit einem Besucherrekord abgeschlossen worden: Über 318.000 Gäste hätten 2025 die Ausstellungs- und Veranstaltungsangebote in der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt genutzt.

Konkret waren dies die Bayerische Landesausstellung zu „Ludwig I.- Bayerns größter König?“ mit 110.591 Besuchern sowie die permanent laufende Dauerausstellung „Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn besonders macht“ mit ihrer integrierten Kabinettausstellung „Sau sticht König“. Dazu kam seit Mitte November 2025 die Foyer-Ausstellung „Geschichten aus dem Bayerwald II“. Damit erfuhr die seit 2024 beliebte Fotoausstellung „Menschen im Bayerischen Wald 1900–1950“ eine umfangreiche und spektakuläre Fortsetzung. Ebenfalls als Besuchermagnete erwiesen sich begleitende Veranstaltungen wie die Nacht der Mode und das Fest der Demokratie.

Standort Memmingen

Auch die Bayernausstellung in Memmingen rund um die dort vor 500 Jahren verfassten Zwölf Artikel war ein voller Erfolg. Über 53.000 Besuche wurden allein im Dietrich-Bonhoeffer-Haus gezählt. Als zentraler Baustein des Bauernkriegs-Gedenkjahres war die vom Haus der Bayerischen Geschichte konzipierte, zusammen mit der Stadt Memmingen präsentierte Ausstellung seit 16. März an den beiden Spielorten zu sehen.

Aktuelle Projekte

Mit Blick auf das aktuelle Museumsjahr verwies Loibl auf die vom 25. April bis 8. November 2026 stattfindende Bayerische Landesausstellung in Freyung „Musik in Bayern“ im Gebäude des TonYversums. Zu erleben gibt es dort das Musikland Bayern in seiner ganzen Vielfalt: traditionelle Volksmusik ebenso wie Punk und Rock, Klassik, Orchester und Festspiele von Weltrang, Popereignisse und Musikkabarett. Die Besucher treffen auf Berühmtes und eher Unbekanntes, auf kostbare und kuriose Originale vom Krummhorn bis zur Musikbox, auf Klangräume und interaktive Audiowelten. Sie können Instrumente ausprobieren, selber dirigieren, Tanzschritte und coole Rhythmen üben oder einfach nur staunen, wie sehr Bayern die Weltgeschichte der Musik bereichert hat. Darüber hinaus werden in und um Freyung täglich Konzerte in Sälen und Kirchen, auf Stadtplätzen und Waldlichtungen stattfinden.

„Das Thema Musik gehört zur Region und insbesondere zu Freyung. Wir haben mit der Volksmusikakademie einen Leuchtturm geschaffen. Seit 20 Jahren gibt es das ‚Drumherum‘-Festival, zu dem 50.000 Leute kommen“, erläuterte Ester Bürgermeister Olaf Heinrich. Daneben seien Großveranstaltungen wie die Landesaustellung aber auch wichtige Impulsgeber für die Stadtentwicklung.

Nachhaltigkeitsstrategie

Zudem befasst sich die Ausstellung „Brennpunkt Bayern – Hitler und der Kampf um die Demokratie“ im Haus der Bayerischen Geschichte vom 8. Juli 2026 bis 7. August 2027 mit Hitlers Anfangsjahren im Freistaat. Die 450 Quadratmeter große Ausstellung fasst die prägenden Ereignisse in fünf Bühnenbildern zusammen und beleuchtet die zentralen Protagonisten.

Wie Direktor Loibl abschließend betonte, habe das Haus der Bayerischen Geschichte nun die Planungen für eine ultraleichte Photovoltaik-Anlage auf dem Museumsdach aufgenommen. Sie seien Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, die darauf abzielt, den Status als ökologische, energieeffiziente und klimafreundliche Kultureinrichtung weiter auszubauen.

Doris Kirchner, Chefin vom Dienst

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