Praxisbeispiele aus Südtirol: Advertorial - Der Open Data Hub im NOI Techpark: Offene Daten als Motor für smarte Kommunen

Wie können Städte Verkehrsströme besser steuern, touristische Hotspots entzerren und gleichzeitig Innovation fördern? Eine Antwort liefert der Open Data Hub im NOI Techpark in Bozen. Die Plattform zeigt, wie offene, qualitätsgesicherte Daten zur Grundlage für konkrete Anwendungen werden und damit auch für Kommunen in Bayern hochrelevant sind.
Der Open Data Hub versteht sich als zentrale, unabhängige Datenplattform im europäischen Kontext. Ziel ist es, reale und geprüfte Daten aus unterschiedlichen Bereichen zu bündeln und über standardisierte Schnittstellen zugänglich zu machen. Damit folgt die Initiative der europäischen Vision sogenannter „Dataspaces“, die einen sicheren und transparenten Datenaustausch ermöglichen sollen.
Daten als Infrastruktur für Innovation
Im Kern geht es um mehr als Datensammlung: Der Open Data Hub schafft eine digitale Infrastruktur. Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen erhalten über einen einzigen Zugangspunkt aktuelle und verlässliche Informationen, etwa aus den Bereichen Mobilität, Tourismus, Landwirtschaft oder Energie. Diese Aggregation senkt Markteintrittsbarrieren und beschleunigt Innovationsprozesse. Anwendungen entstehen dort, wo Daten verfügbar, vergleichbar und interoperabel sind. Gerade für Kommunen eröffnet das neue Handlungsspielräume: von smarter Verkehrssteuerung bis hin zu datenbasierter Stadtplanung.
Wie datengetriebene Lösungen konkret aussehen, zeigt das Climate-Tech-Start-up Arxax. Im Rahmen eines Pilotprojekts entlang des Brennerkorridors nutzte das Unternehmen Daten des Open Data Hub, um Verkehrsströme im Schwerlastverkehr zu analysieren. Erfasst wurden unter anderem Fahrzeugdichte, Geschwindigkeit und Verkehrsaufkommen. Auf dieser Basis konnten geeignete Standorte für alternative Tankinfrastruktur identifiziert werden, ein wichtiger Baustein zur Dekarbonisierung des Güterverkehrs. Für Kommunen entlang stark belasteter Verkehrsachsen ist das ein Beispiel, wie datenbasierte Planung zur strategischen Steuerung beitragen kann.
Smarte Besucherlenkung im Tourismus
Auch im Tourismus zeigt sich der Mehrwert offener Daten. Der KI-gestützte Assistent „touristinfo.ai“, entwickelt vom Südtiroler Start-up Mediatize, kombiniert Echtzeitdaten zu Verkehr, Wetter, Veranstaltungen und Auslastung. Das Ergebnis: personalisierte Empfehlungen für Besucher und das mehrsprachig sowie rund um die Uhr verfügbar. Ein konkretes Beispiel ist der Chatbot „Giggo“ in St. Vigil in Enneberg. Er hilft, Besucherströme gezielt zu lenken, Überlastungen zu vermeiden und gleichzeitig die Servicequalität zu erhöhen. Für touristisch geprägte Kommunen entsteht so ein Instrument, um Aufenthaltsqualität und Ressourcennutzung in Einklang zu bringen.

Weniger Verkehr durch intelligente Parkdaten
Besonders anschaulich wird der Nutzen offener Daten im Bereich Parkraummanagement. In Bozen und Meran werden Parkgaragendaten in Echtzeit erfasst und über den Open Data Hub bereitgestellt. Darauf aufbauend entstand unter anderem die Merano App: Sie zeigt freie Stellplätze auf einen Blick, kombiniert mit Informationen zu Veranstaltungen, Wetter oder Freizeitangeboten. Das reduziert den Parksuchverkehr spürbar und entlastet die Innenstädte. Darüber hinaus gehen die Anwendungen einen Schritt weiter: KI-gestützte Prognosen ermöglichen Vorhersagen zur Parkplatzsituation in den kommenden Stunden. Diese Daten nutzt beispielsweise auch die Polizei, um Verkehrsflüsse frühzeitig zu steuern oder Zufahrten zu regulieren.
Kooperation als Schlüssel
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist das wachsende Datenökosystem. Partner wie Parkraumbetreiber oder Technologieanbieter speisen ihre Daten strukturiert ein. Der Prozess ist bewusst niedrigschwellig gehalten: Nach Freigabe durch den Betreiber und technischer Anbindung stehen die Daten schnell für vielfältige Anwendungen zur Verfügung. So entsteht ein Netzwerk, das kontinuierlich wächst und mit ihm die Möglichkeiten für neue digitale Dienste.
Relevanz für bayerische Kommunen
Für Städte und Gemeinden in Bayern liegt die Bedeutung auf der Hand: Offene Daten sind kein abstraktes Zukunftsthema, sondern ein praktisches Werkzeug für effizientere Verwaltung, bessere Bürgerdienste und nachhaltige Entwicklung.
Ob Verkehrsmanagement, Tourismuslenkung oder Klimastrategien: Die Beispiele aus Südtirol zeigen, wie datenbasierte Lösungen konkret funktionieren können. Entscheidend ist dabei weniger die Größe der Kommune als vielmehr der Zugang zu strukturierten, vertrauenswürdigen Daten. Der Open Data Hub liefert dafür ein skalierbares Modell, das auch überregional adaptiert werden kann.
Plattform für Austausch und Praxiswissen
Wie datenbasierte Innovation konkret umgesetzt werden kann, zeigt auch der jährlich stattfindende Open Data Hub Day, der dieses Jahr am 15. Mai stattfindet. Die Veranstaltung bringt Kommunen, Unternehmen und Forschung zusammen und bietet Einblicke in aktuelle Anwendungen, Best Practices und neue Entwicklungen rund um offene Daten in Europa.
- Weitere Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung: https://www.opendatahub.com/events/day26/.
- Tiefere Einblicke in zusätzliche Anwendungen und Potenziale offener Daten finden sich hier: https://noi.bz.it/de/fuer-unternehmen/daten-teilen-oder-nutzen.