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(GZ-13-2020)
gz deutscher landkreistag

► Deutscher Landkreistag zum Mobilfunkgipfel:

 

Funklöcher müssen der Vergangenheit angehören

 

Anlässlich des 2. Mobilfunkgipfels hat sich der Deutsche Landkreistag für ein stärkeres Engagement der Bundesregierung beim Netzausbau ausgesprochen. Der Beschluss der Koalition, für den 5G-Ausbau insgesamt 5 Mrd. € im Rahmen des Konjunkturprogramms einzusetzen, sei deshalb sehr zu begrüßen, so Präsident Landrat Reinhard Sager.

„Der in einigen Städten bereits begonnene Netzausbau muss sich so schnell wie möglich auch in die ländlichen Räume erstrecken. Soweit dies nicht eigenwirtschaftlich möglich sein wird, muss der Bund auch insoweit Mittel zur Verfügung stellen.“

Für den DLT-Präsidenten ist ein moderner und flächendeckender Mobilfunk unverzichtbare infrastrukturelle Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse.

„Das bedeutet zunächst eine Schließung von Lücken im LTE-Netz, wie sie jetzt angegangen werden soll. Wir müssen aber auch vorausschauend denken und parallel den 5G-Ausbau voranzutreiben. Die ländlichen Räume werden schon in Kürze – ebenso wie die Großstädte – auf ein Netz der 5. Generation angewiesen sein.

Sonst droht Deutschland, das seine wirtschaftliche Stärke auf seine dezentralen Unternehmensstrukturen gründet, den internationalen Anschluss zu verlieren.“

Dringliche Notwendigkeit bester Netze

Wie groß der Bedarf insoweit ist und wie hoch die Landkreise die Chancen der neuen Technologie einschätzen, zeige sich daran, dass nahezu die Hälfte der im Rahmen des 5G-Innovationswettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums ausgezeichneten Projekte von Landkreisen initiiert worden sei, so Sager.

„Das unterstreicht die dringliche Notwendigkeit bester Netze auf neuesten technologischen Standard, in die wir investieren müssen.“

Von daher sei das in Eckpunkten vorliegende Förderprogramm des Bundes der richtige Schritt.

„Es wird dazu beitragen, dass Funklöcher hoffentlich bald der Vergangenheit angehören. Weitere Verzögerungen können wir uns nicht erlauben.“ Außerdem sei es gut, so Sager weiter, dass sich der Bund mit seiner Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft engagieren wolle.

„Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Landkreise, Gemeinden und Länder sehr eng in die Arbeit der Gesellschaft eingebunden werden. Als Landkreise wissen wir beispielsweise sehr genau, wo es noch Löcher im Netz gibt. Auch wissen wir, wo der Bedarf einer flächendeckenden Versorgung besonders drängend ist. Beides muss zwingend Grundlage von Auswahlentscheidungen für Standorte sein.“

Ebenso sollte kein Zweifel daran bestehen, dass jeder mit öffentlichen Geldern geförderte neue Mobilfunkmast mit Glasfaser angeschlossen werden müsse.

„Das ist im Grunde eine Selbstverständlichkeit. So sorgen wir gleichzeitig dafür, dass weitere Glasfaserleitungen in die ländlichen Räume kommen. Dabei sollten soweit wie möglich die bereits im Rahmen des Breitbandprogramms geförderten Infrastrukturen genutzt werden.“

 

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