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(GZ-3-2021)
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► Bayerische Sparkassen:

 

Tatkräftige Unternehmensfinanzierer

 

Von Mitte März bis zum Jahresende 2020 haben die bayerischen Sparkassen 2,1 Milliarden Euro an Förderdarlehen im Rahmen der Corona-Hilfe vermittelt. Diese bereits bewilligten Förderkredite sind fest zugesagt bzw. bereits ausbezahlt.

Prof. Dr. Ulrich Reuter, Präsident des Sparkassenverbands Bayern, betonte in München, dass diese erfolgreiche Vermittlung auch durch das deutsche Bankensystem – das Drei-Säulen-System aus öffentlich-rechtlichen Sparkassen, Genossenschaftsbanken und privaten Kreditinstituten – besonders befördert wird:

„Wer immer noch meint, dass der Bankenmarkt auch in Deutschland privatisiert werden sollte, übersieht den Vorteil von regionalen Hausbanken für unseren Mittelstand, den es so in anderen Ländern ja gar nicht gibt. Um diesen Innovations-, Technologie und Wirtschaftsmotor beneidet uns die Welt. Die Sparkassen spiegeln in ihren jeweiligen regionalen Wirtschaftsräumen die dezentrale mittelständische Struktur wieder, sie sind vor Ort, kennen die Verhältnisse und ihre Kunden persönlich. Deshalb können sie auch schnelle und unmittelbare Finanzierungshelfer in der Corona-Zeit sein.“

Die Sparkassen in Bayern haben 2020 im Rahmen der Corona-Hilfe nicht nur 6.000 KfW-Darlehen mit einem Volumen von insgesamt knapp 1.686 Millionen Euro, fast 4.000 LfA-Darlehen mit einem Volumen von rund 416 Millionen Euro sowie Darlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank mit einem Volumen von rund 1,6 Millionen Euro vermittelt, sondern auch mehr als 16 Milliarden Euro an eigenen Krediten für Unternehmen und Selbständige zugesagt. Das sind insgesamt fast 20 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

„Damit bleibt der Sparkassenkredit das Rückgrat der Unternehmensfinanzierung. Für Viele ist er unter Berücksichtigung aller Konditionen auch jetzt das Mittel der Wahl,“ so Reuter.

Rasche und pragmatische Hilfe

Die Corona-Krise stellt die gesamte Wirtschaft vor bislang ungeahnte Herausforderungen. Bedingt durch den Lockdown und das Wegbrechen von Liefer- bzw. Abnehmerketten müssen die Unternehmer sehr schnell zu liquiditätssichernden Maßnahmen greifen.

Reuter dazu: „Die bayerischen Sparkassen sehen ihre Aufgabe darin, diesen Kunden rasch und so pragmatisch wie möglich zu helfen. Sie können das so oft schnell tun, ohne dadurch unverhältnismäßig hohe Risiken einzugehen, weil sie bereits eine langjährige gute Kundenbeziehung pflegen. Auch wenn für das laufende Jahr in einigen Branchen insgesamt eine stärkere Marktbereinigung erwartet wird als in normalen Jahren – die Sparkassen unterstützen ihre Kunden, wo immer es vertretbar und zulässig ist.“

 

 

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