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(GZ-24-2020)
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► Chancen und Herausforderungen durch Zuwanderung:

 

EU-Projekt MATILDE

 

Städte und Gemeinden in allen Teilen Bayerns konnten in den vergangenen Jahrzehnten unterschiedliche Erfahrungen mit Zuwanderungsprozessen verschiedener Bevölkerungsgruppen sammeln und erkannten Chancen und Herausforderungen, die für Kommunen daraus entstehen.

Aus dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 fördert die Europäische Union nun das Forschungsprojekt MATILDE, das explizit soziale und wirtschaftliche Auswirkungen von Zuwanderung in ländlichen Räumen und Bergregionen in den Blick nimmt.

Der Startschuss für das dreijährige Projekt MATILDE, ein Akronym für ‚Migration Impact Assessment to Enhance Integration and Local Development in European Rural and Mountain Regions‘ fiel bereits Anfang des Jahres 2020. Koordiniert wird das Projekt vom Institut für Regionalentwicklung am EURAC in Bozen.

Insgesamt 25 Partner aus zehn verschiedenen Ländern sind beteiligt. In Bayern bearbeiten Dr. Stefan Kordel und sein Team vom Institut für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und Anne Güller-Frey von Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH in Augsburg das Projekt. Fokussiert werden fünf Landkreise (Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen, Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Oberallgäu und Regen).

Lokale Partner einbinden

Bislang wurden die Regionen hinsichtlich ihrer Zuwanderungsprozesse charakterisiert und die Umsetzung von bestimmten Migrations- und Integrationspolitiken, die unter anderem die Bereiche Wohnen, Arbeiten und Zusammenleben adressieren im Rahmen von Expertengesprächen diskutiert.

Es zeigte sich, dass Kommunen aus ganz verschiedenen Motivlagen heraus unterschiedlich mit dem Thema Zuwanderung umgehen und die lokale Perspektive essentiell ist. Umso wichtiger ist es, lokale Partnerinnen und Partner in ländlichen Räumen stärker in die Debatte um die Steuerung von Migration und deren Auswirkungen einzubeziehen.
Im weiteren Verlauf des Projektes soll deshalb mit partizipativen Verfahren die lokale Öffentlichkeit eingebunden werden.

Die FAU und der Praxispartner Tür an Tür führen im Sommer 2021 eine Fallstudie zur Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten in ländlichen Räumen durch. Fokussiert werden dabei Drittstaatsangehörige, d.h. Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge aber auch Migranten, die aus familiären Gründen oder wegen eines Ausbildungs- oder Arbeitsplatzes aufs Land ziehen sowie Militärangehörige, z.B. aus den USA.

Erste Ergebnisse und mehr Informationen zum Projekt können auf der Projekthomepage https://matilde-migration.eu/ sowie den einschlägigen sozialen Medien eingesehen werden.

 

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