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(GZ-19-2020)
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► Aufruf zum Dialog:

 

Freiheit wird in den Kommunen verteidigt

 

„free – Perspektiven auf die Freiheit“ nennt sich ein Dialogprozess, den die ehemalige Würzburger Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann initiiert hat. Erste Perspektiven finden sich in einem gleichnamigen Buch, das seit Ende September 2020 im Handel erhältlich ist. Zudem soll die Website www.free2020.de zum Gedankenaustausch einladen und diesen abbilden. Auch in den Städten Bayerns möchte Beckmann diesen Dialog führen. In mehreren Städten hat man ihr bereits spontan Unterstützung angeboten.

In der Publikation erkunden elf namhafte Autorinnen und Autoren im Alter von 17 bis 64 Jahren den Begriff Freiheit aus ihrer persönlichen oder fachlichen Sicht. Sieben spannende Menschen offenbaren ihre Schicksale und was Freisein für sie bedeutet. Dokumentarische Kunstfotografien von der Installation „free“ von Winfried Muthesius im Kriminalgericht Moabit regen eigene Überlegungen zum Thema Freiheit an.

Kunst als Gedankenöffner

Pia Beckmann wünscht sich eine öffentliche Diskussion, die sie unter anderem mit diesem Projekt anstoßen will. Kunst könne dabei als Gedankenöffner fungieren. Dies habe sie bereits bei ihrer Demokratie-Initiative www.pics4peace.de erfahren, die sie gemeinsam mit jungen Erwachsenen im Dezember 2017 ehrenamtlich ins Leben rief. Der amtierende Würzburger OB Christian Schuchardt und die Stadt Würzburg haben dieses Projekt von Anfang an mit großem Nachdruck unterstützt.

Beckmann zufolge herrscht „offensichtlich ein tief verwurzeltes Kommunikationsproblem zwischen denen, die Politik für die Zukunft machen wollen und denen, die die Zukunft unserer Gesellschaft sind“.

Hier will pics4peace Abhilfe schaffen: „pics4peace will das, was junge Menschen bewegt, hin zu den Entscheidern in Politik und Gesellschaft tragen. Wir wollen die Echoräume aufbrechen und insbesondere junge Menschen motivieren, sich für die Gestaltung ihrer Zukunft einzusetzen, sich für den Erhalt von Frieden und Demokratie stark zu machen, ihre Ängste zu formulieren, ihre Vorstellungen und Ideen einzubringen.“

Dies falle leichter mit kreativen Ausdrucksmitteln. Daher der Zugang über die vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen und über Wege, die junge Menschen nutzen: online und offline durch Workshops und Dialogveranstaltungen, deren Ergebnisse wieder online allen zur Verfügung gestellt werden.

Durch die Kombination aus Vor-Ort- und Online-Aktionen soll über die Jahre eine junge, lebendige politische Community entstehen, die mit Freude und Engagement ihre Vorstellungen von Zukunft auf ihre Weise zum Ausdruck zu bringt und sich an der Meinungsbildung beteiligt. Die Initiative richtet sich deshalb auch an die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft.

Ihr Tenor: „Hört genau hin. Versteht. Gebt jungen Menschen eine Stimme! Greift auf, was sie zu sagen haben. Sucht den Dialog dort, wo sie sind. Bindet sie ein!“

DK

 

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