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(GZ-17-2020)
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► Blühpflanzen führen Biogas und Artenvielfalt zusammen:

 

Aussichtsreiche Entwicklung der Projekt-Flächen auf 20 Hektar

 

Zeit für eine erste Zwischenbilanz im gemeinsamen Projekt für mehr Biodiversität beim Betrieb von Biogas-Anlagen: Vor der ersten Ernte trafen sich die Partner der N-ERGIE Aktiengesellschaft, der Mittelfränkischen Gesellschaft zur Förderung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe e.V. (MER) sowie der Lehranstalten in Triesdorf, eine Einrichtung des Bezirks Mittelfranken, um die Entwicklung der im Mai ausgesäten Pflanzenmischungen zu begutachten.

Auf der Fläche des teilnehmenden Landwirts Markus Sandmann in Baudenbach (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) überzeugten sie sich von der guten Entwicklung der Pflanzen und der ersten sicht- und hörbaren Effekte auf die lokale Ausbreitung von Insekten.

„Bunte Tupfer und lebendige Tierwelt“

„Biogas-Anlagen sind ein wichtiger Teil der regionalen Energiewende und können durchaus für bunte Tupfer in der Landschaft und eine lebendige Tierwelt sorgen“, erklärt Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-ERGIE. „Wir bringen mit diesem Projekt erneuerbare Energien und Ökologie zusammen – und zwar aus dem Bewusstsein heraus, dass wir bei unserem Engagement für Klimaschutz nie den Schutzunserer Natur aus den Augen lassen dürfen.“

Armin Kroder, Bezirkstagspräsident von Mittelfranken, ergänzt: „Regionalität, Klimaschutz und Biodiversität miteinander verbinden, sind nicht nur ein gesellschaftlicher Wunsch, sondern gleichzeitig ein neuer Denkansatz für die zukünftige Ausrichtung der Biogasbranche. Mit dem Projektvorhaben ‚Blühpflanzen führen Biogas und Artenvielfalt zusammen‘ werden neue Akzente gesetzt, um die regionale Bedeutung von Biogasanlagen zu stärken und gleichzeitig den Nutzen für die Allgemeinheit herauszustellen.“

„In Summe sind die Bestände vielversprechend“

Manuel Westphal, Vorsitzender des MER e.V. und Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen sagt: „Mit dem BlühpflanzenProjekt der N-ERGIE gehen wir gleich zwei sehr wichtige Themen an: zum einen fördern wir die Artenvielfalt in unserer Region, zum anderen unterstützen wir damit auch die weitere Umsetzung der Energiewende im Gleichklang mit unserer Kulturlandschaft. Als Landrat freue ich mich natürlich besonders, dass auch Flächen in unserem Landkreis Teil des Projekts sind.“

„Unsere Beobachtungen der Blühflächen im ersten Jahr zeigen deutlich die Herausforderungen beim Anbau unter den anspruchsvollen klimatischen Bedingungen des aktuellen Jahres auf. Tolle Pflanzenbestände bis hin zur kompletten Neuansaat – alles ist mit dabei“, berichtet Norbert Bleisteiner, Leiter des Fachzentrums für Energie und Landtechnik in Triesdorf. „In der Summe sind die Bestände aber vielversprechend. Wir sind gespannt auf die tatsächlichen Erträge und die Entwicklung der biologischen Aktivität.“

Untersuchung auf insgesamt 20 Hektar in der Region

Die N-ERGIE fördert im Rahmen des Projekts über drei Jahre hinweg den Anbau von alternativen Energiepflanzen in der Region. Auf insgesamt 20 Hektar säen neun Landwirte den durch die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau entwickelten „Veitshöchheimer Hanfmix“ aus, der für eine mehrjährige Blühfläche mit üppigem Nahrungsangebot für Insekten sorgt. Die MER und das Triesdorfer Fachzentrum begleiten das Projekt wissenschaftlich und beraten die Landwirte von der Aussaat über die Ernte bis zur energetischen Verwertung. Untersucht werden zwei Aspekte: einerseits, wie sich die Blühpflanzen unter verschiedenen regionalen Bedingungen idealerweise für die Biogas-Anlagen einsetzen lassen, andererseits, welchen Effekt sie auf die Population von Insekten, Vögeln und Kleintieren sowie die Boden- und Grundwasserqualität haben.

Erneuerbare Energien und Naturschutz in Einklang bringen

Die N-ERGIE engagiert sich für eine regionale Energiewende. Sie sieht die erneuerbaren Energien als wesentlichen Baustein und investiert hohe Beträge in deren Ausbau – vorrangig in ihrem Netzgebiet. Besonderen Wert legt die N-ERGIE dabei auf den Naturschutz. Deshalb bewirtschaftet sie etwa die Flächen ihrer Photovoltaik Kraftwerke extensiv und ökologisch. So dienen sie nicht nur dem Klimaschutz, sondern leisten darüber hinaus einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt.

 

 

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