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(GZ-11-2020)
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► Offener Brief von Hans Gröbmayr, Energieagentur Ebersberg-München:

 

Gemeinsam die Klimakrise verhindern!

 

Die Klimakrise zum Inhalt hat ein offener Brief des Geschäftsführers der Energieagentur Ebersberg-München, Hans Gröbmayr. Darin wendet er sich konkret an die „neu gewählten und in ihren Ämtern bestätigten Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker“.

Laut Gröbmayr ist bei der Klimakrise kein Ende in Sicht. Hier warne die Wissenschaft schon lange vor einem Zustand der Erde, bei dem es kein Zurück in einen Normalzustand mehr geben wird. „Wir haben nicht mehr viel Zeit, das Unsere zu tun, um diese existenzielle Bedrohung des Lebens auf der Erde zu verhindern. Die Wissenschaftler sprechen von einem Zeitraum von zehn Jahren – weniger als zwei Legislaturperioden“, mahnt der Geschäftsführer.

Dramatische Folgen

Klimarelevante Gase, vor allem CO2, reicherten sich in der Atmosphäre an und bauten sich erst in hunderten von Jahren wieder ab. In dieser langen Zeit trügen sie dazu bei, den Erdball aufzuheizen, erläutert Gröbmayr in seinem Schreiben.

„Jeder von uns spürt die Auswirkungen schon jetzt. Ohne Corona-Krise würden wir vom letzten nicht vorhandenen Winter, von der schon wieder bedrohlichen Trockenheit und vielleicht auch von den Waldbränden in Australien oder rund um Tschernobyl sprechen. Wenn wir die Erderhitzung vor Erreichen der sogenannten Kipppunkte nicht aufhalten können, gibt es nichts mehr zu retten.“

Nach Gröbmayrs Überzeugung werden die Folgen der Klimakrise wesentlich dramatischer sein als jene der Corona-Pandemie. Sicher sei aber auch, „dass das Verhindern der Klimakrise mit wesentlich geringeren Einschränkungen verbunden wäre, als wir jetzt bereit sind, hinzunehmen“.

Das Ausschöpfen der Einsparpotenziale sowie der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien und Speichertechnologien einschließlich Wasserstofftechnik wird nach seinen Worten dazu beitragen, „dass wir eine maximale Versorgungssicherheit und eine optimale Wertschöpfung in unserer Region haben“. Zudem schafften und sicherten die zukunftsfähigen Technologien dringend benötigte Arbeitsplätze.

Finanzmittel sinnvoll einsetzen

Auch die Zusammenhänge zwischen Gesundheitsschutz, Artenschutz und Klimaschutz seien eindeutig belegt und wirkten sich gravierend auf das Wohlergehen aus. Die derzeit zur Bewältigung der Krise zur Verfügung gestellten Finanzmittel sollten als Rettungsschirm und Chance zum Aufbau einer klimafreundlichen, zukunftssicheren und nachhaltigen Wirtschaft begriffen werden.

„Mit Ihrer Wahl haben Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen in Sie gesetzt, der großen Verantwortung gerecht zu werden“, betont Gröbmayr. „Lassen Sie uns alle gemeinsam daran arbeiten, die Klimakrise zu verhindern. Jetzt. Denn wenn es zu spät ist, können wir nichts mehr tun.“

 DK

 

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